Die wichtigsten deutschen IT-Persönlichkeiten

Die Hall of Fame der IT

20.02.2015
Von 
Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.

Herbert Vogel, Itelligence AG

Mit der Gründung der S&P Consult im Jahr 1989 hatte Herbert Vogel den richtigen Riecher. Nachdem der studierte Elektrotechniker zuvor zwei Jahre lang als freiberuflicher Unternehmensberater unterwegs war, legte er gemeinsam mit seinem Partner Wolfgang Schmidt den Grundstein für einen der erfolgreichsten hiesigen SAP-Partner, der heute unter dem Namen Itelligence AG firmiert. Vogel ist seit 2001 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Unter seiner Leitung hat der SAP-Dienstleister in den zurückliegenden Jahren - auch durch eine geschickte Fusions- und Übernahmestrategie - ein rasantes Wachstum hingelegt.

Herbert Vogel, Itelligence AG
Herbert Vogel, Itelligence AG

Heute unterhält der in Bielefeld ansässige SAP-Dienstleister Niederlassungen in 22 Ländern und beschäftigt mehr als 3000 Mitarbeiter. Der Umsatz legte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 Prozent auf gut 457 Millionen Euro zu - im laufenden Jahr soll die 500-Millionen-Euro-Marke geknackt werden. Vogel legt Wert darauf, das Know-how der Mitarbeiter wertzuschätzen und nicht die Bodenhaftung zu verlieren, - und er bleibt seiner Heimat treu: "Als wir vor 25 Jahren mit drei Mitarbeitern in Bielefeld anfingen, waren wir ein klassisches IT-Start-up-Unternehmen. Heute zeigt sich, Bielefeld bietet uns die richtige Infrastruktur und passende Entwicklungsmöglichkeiten."

In seiner Zeit als Berater hatte er eine denkwürdige Begegnung im Zug, wie er der COMPUTERWOCHE einst berichtete: Plötzlich hätten zwei groß gewachsene, muskelbepackte Bodyguards das Abteil betreten und darum gebeten, dieses zu verlassen. Doch ein etwas kleinerer, untersetzter Mann mittleren Alters hätte ihn aufgefordert, doch zu bleiben - er wolle sich gerne unterhalten. "Das war Gerhard Schröder, damals noch Ministerpräsident von Niedersachsen. Im Gespräch kamen wir schnell auf OWL (Ostwestfalen-Lippe), und wir erfuhren, dass er aus Lippe stammte. Wir unterhielten uns auf dieser Rückfahrt angeregt über die wirtschaftliche Bedeutung Bielefelds und die der vielen ansässigen Unternehmen in der Region. Ein amüsanter Abschluss eines Arbeitstages."