Gute Bewerber kommen nicht von allein

30.01.2008
Von 
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.

Syngenio will Studenten auf sich aufmerksam machen

Michael May, Syngenio: Wenn sich ein Bewerber nicht wohlfühlt, bleibt er nicht.
Michael May, Syngenio: Wenn sich ein Bewerber nicht wohlfühlt, bleibt er nicht.

Um sicherzugehen, dass er die gewünschten Nachwuchskräfte auch bekommt, engagiert sich Michael May mit seinem Unternehmen Syngenio aus München deutschlandweit stark im Hochschulumfeld. "So binden wir sehr früh geeignete Talente an uns", erzählt der Vorstand des 100 Personen starken IT-Dienstleisters. "Wir haben keinen Namen wie SAP, der Fachkräfte in großen Scharen anlockt." Gemeinsam mit einem Kunden und der Fachhochschule Rhein-Sieg hat Syngenio eine Ausbildungsinitiative ins Leben gerufen. Neben dem Studium kommen die Studenten in den Genuss einer praktischen Ausbildung in Projekten beim Kunden, und bei Syngenio erfolgt eine berufsbegleitende Beraterausbildung. Damit die Teilnehmer nicht zusätzlich Geld verdienen müssen, wird die Arbeit mit bis zu 1000 Euro im Monat entlohnt.

Zurzeit besuchen zehn junge Leute dieses Programm, alles Talente, "die wir und unser Kunde langfristig binden wollen". Später sollen es 60 werden. Aus jahrelanger Einstellpraxis weiß May, warum sich ein Bewerber für einen bestimmten Arbeitgeber entscheidet. Er nennt drei Kriterien: Zum einen das soziale Umfeld: "Wenn sich der Bewerber nicht wohl fühlt, bleibt er nicht lange." Zum anderen geht es um Weiterbildungs- und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten sowie schließlich um die Frage, wie Leistung honoriert wird. May gelingt es, die jährliche Fluktuation unter fünf Prozent zu halten.