Gute Bewerber kommen nicht von allein

30.01.2008
Von 
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.

SAP braucht Entwickler für Netweaver

Steffen Laick, SAP: Wir sind Quereinsteigern gegenüber aufgeschlossen, wenn sie IT-affin sind.
Steffen Laick, SAP: Wir sind Quereinsteigern gegenüber aufgeschlossen, wenn sie IT-affin sind.

Ein umfangreiches Nachwuchsprogramm hat auch SAP initiiert: Der Softwareriese aus Walldorf betreut insgesamt 600 bis 800 Praktikanten, über 300 Werkstudenten und 150 bis 200 Diplomarbeiten. Und auch hier versucht man die Besten zu halten. Der direkte Vorgesetzte hat in einem Zeugnis auszufüllen, ob der Student zu den besten zehn Prozent gehört und ob ihn der Manager für das Praktikanten-Nachbetreuungsprogramm empfiehlt.

Insgesamt plant SAP rund 4000 Neueinstellungen weltweit in diesem Jahr. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Mittelstand, Beratung und Vertrieb, wie Personal-Manager Steffen Laick erläutert. Auch Entwickler stehen auf der Wunschliste. Und zwar solche, die sich im Netweaver-Umfeld auskennen und mit Branchenlösungen vertraut sind. Man erwarte aber auch Verständnis für betriebswirtschaftliche Prozesse und Standardsoftware. Zwar beschäftigt SAP zu 80 Prozent Akademiker, doch ein ein Informatikstudium ist keine zwingende Voraussetzung. Laick erwähnt, dass SAP gegenüber Quereinsteigern aufgeschlossen ist, selbst Theologen stehen auf der Gehaltsliste. Allerdings hätten sich solche Kandidaten bereits in ihrer Studentenzeit im Praktikantenprogramm bewährt. Das Unternehmen ist auch stark bemüht, mehr weibliche Mitarbeiter einzustellen, wie Laick ergänzt. Die Quote von 30 Prozent möchte man weiter steigern, obgleich sich an den Hochschulen im Fach Informatik weniger als zehn Prozent Studentinnen der Informatik finden.