Softwareentwickler-Gehälter im Vergleich

Deutsche Developer sind Spitzenverdiener

12.03.2021
Von 
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.
Softwareentwickler verdienen in München mehr als in Europas Vorzeigehauptstädten. Das zeigt eine aktuelle Studie, die Developer-Gehälter in Europa vergleicht.
Softwareentwickler bleiben gefragt - und verdienen in Deutschland am besten, wie eine aktuelle Studie belegen will.
Softwareentwickler bleiben gefragt - und verdienen in Deutschland am besten, wie eine aktuelle Studie belegen will.
Foto: REDPIXEL.PL - shutterstock.com

In einer aktuellen Studie des auf die Vermittlung von Softwareentwicklern spezialisierten Portals talent.io liegen die Münchner festangestellten IT-Profis in einem europäischen Städtevergleich an erster Stelle mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 70.000 Euro. Es folgen Programmierer in den Städten London mit 66.000 Euro Jahresgehalt, Hamburg (62.000 Euro), Berlin (60.000 Euro), Amsterdam (57.500 Euro) und Paris (45.000 Euro).

Softwareentwickler-Gehälter: Das sind die Gewinner

In einer weiteren Statistik hat talent.io die Gehälter des IT-Nachwuchses unter die Lupe genommen, also der Entwickler mit bis zu einem Jahr Berufserfahrung. Auch dieses Ranking führen die Münchner an mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 50.000 Euro, vor Hamburg und Berlin (je 42.000 Euro), London (40.000 Euro) und Paris (39.000 Euro).

Die Untersuchung konzentriert sich auf die vier Funktionen: Backend-, Frontend-, Fullstack- und Lead-Entwickler. Am Beispiel München lässt sich aufzeigen, wen die Arbeitgeber am besten vergüten: Spitzenreiter ist demnach der Lead-Entwickler, der mit fünf Jahren Berufserfahrung rund 74.000 Euro Jahresgehalt einstreicht. Der Backend-Entwickler liegt 4.000 darunter, während die Frontend und Fullstack-Spezialisten mit je rund 65.000 Euro pro Jahr im Durchschnitt rechnen können.

Ähnlich sieht es bei den freiberuflichen Programmierern aus, wie Nicolas Meunier, Mitgründer von talent.io., feststellt. "Unsere Studie zeigt, dass freiberufliche Softwareentwickler in Deutschland im vergangenen Jahr 50 Prozent mehr verdient haben als ihre Kollegen in Frankreich. So beträgt der durchschnittliche Tagessatz für Backend-Entwickler in Berlin 600 Euro gegenüber 400 Euro in Paris", so Meunier.

Freiberufliche Backend-Entwickler mit wenig Berufserfahrung bis zu zwei Jahren liegen in Frankreich bei rund 275 Euro am Tag, in Deutschland bei 314 Euro. Wesentlich besser sieht es für die Fullstack-Entwickler aus, die auf 450 Euro am Tag kommen. Aufgrund der fehlenden größeren Menge an Daten, um verlässliche Zahlen zu liefern, hat talent.io auf weiteres statistisches Material bezüglich der Freiberuflerhonorare verzichtet. Meunier fasst die weiteren Ergebnisse wie folgt zusammen:

  • Unter Freiberuflern erzielen Fullstack-Entwickler sowohl in Frankreich als auch in Deutschland höhere Durchschnittstagessätze als Frontend- und Backend-Entwickler.

  • Javascript (JS) ist die meistgefragte Technologie. Mehr als 60 Prozent aller angebotenen Vorstellungsgespräche auf talent.io beinhalten JS-bezogene Technologien. An zweiter Stelle folgt in London Python (zehn Prozent) und in Berlin Java (13 Prozent).

  • Die meistgefragten JS-Technologien in Berlin sind (in absteigender Reihenfolge): React, Java und Node, in London: React, Node Python und in Paris: Node, React, PHP.

  • React ist die beliebteste Frontend-Technologie in Europa. Sie erreicht Platz eins in Paris, London und Berlin.

Zur talent.io-Gehaltsstudie

Welches Gehalt dürfen Software-Entwickler heute erwarten? Um diese Fragen zu beantworten hat talent.io mehr als 100.000 Jobangebote analysiert. Die Studie vergleicht die Gehälter und Tagessätze von Festangestellten und Freiberuflern, aufgeschlüsselt nach Seniorität und Stadt. In die Statistik aufgenommen wurden die Städte: Paris, London, Berlin, München, Hamburg, Amsterdam, Bordeaux, Lille, Lyon und Toulouse. Die Untersuchung konzentriert sich auf die vier Funktionen: Backend-, Frontend-, Fullstack- und Lead-Entwickler.