Interview mit Moritz Freiherr Knigge

Über den Umgang mit Mitarbeitern und Chefs

26.02.2012
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Schreibt und bearbeitet Führungs- und Karrierethemen - in der Redaktion von CIO-Magazin und COMPUTERWOCHE. Ihre Schwerpunkte sind CIOs, IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding, Führung und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.

Wie schreibt man E-Mails?

CW: Im Geschäftsleben kommunizieren viele oft nur noch über E-Mails. Was gibt es hier zu beachten?

Knigge: Ich bin sehr konservativ in dem Bereich, wie man E-Mails schreiben soll. Ich bin auch der Meinung, dass wir wieder weg müssen von der täglichen schnellen E-Mail und hin zur verbalen Kommunikation.

CW: Warum?

Knigge: In dieser speziellen Kommunikationsart sehe ich eine ganz große Gefahr, gerade wenn es um Konflikte geht. Wenn Sie versuchen, einen Konflikt per E-Mail zu lösen, haben Sie keinen Zugriff mehr auf die Situation, sobald Sie die E-Mail weggeschickt haben. Sie überlassen dem Empfänger die komplette Deutungshoheit. In einem Gespräch - am besten persönlich haben Sie immer die Möglichkeit einzugreifen, nachzuhaken, Dinge noch einmal neu zu benennen und zu reagieren. Das geht bei schriftlicher Kommunikation nicht.

CW: Und wenn es doch eine E-Mail sein muss?

Knigge: Dann halten Sie sich an eine gewisse Form, verwenden Sie eine kleine Begrüßung, beachten Sie die Rechtschreibregeln. Mehr ist es doch gar nicht.

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