Microsoft bessert IT-Management nach

02.12.2004
Von Martin Seiler
Auf seinem IT-Forum 2004 stellte der Hersteller neue Versionen von Management-Produkten wie "MOM 2005" vor und gab einen Ausblick auf kommende Techniken. Einige Fragen blieben jedoch offen.

Hier lesen Sie …

  • welche Produkte Microsoft auf dem IT-Forum in Kopenhagen präsentierte;

  • wie der Softwareriese sich die System-Management-Zukunft vorstellt;

  • was sich hinter der Dynamic Systems Initiative (DSI) verbirgt und

  • was Microsoft sich von 64-Bit-Systemen erwartet.

Microsofts Chairman und Chief Software Architect Bill Gates eröffnete das IT-Forum 2004 in Kopenhagen höchstpersönlich. Unter dem Schlagwort "The Magic of Software" sprach er davon, dass Software helfen müsse, die Komplexität heutiger IT-Landschaften zu vereinfachen. Er stellte eine Reihe von Produkten vor, die diese Aufgabe bereits erfüllen sollen, und gab den Teilnehmern zudem einen Vorgeschmack auf kommende Techniken und Lösungen.

Über 3000 Teilnehmer besuchten Microsofts Fachkonferenz, um sich einen Eindruck von Neuerungen wie Windows Update Services oder MOM 2005 zu verschaffen.

Besondere Aufmerksamkeit fanden die neue Version der Administrationskonsole "Microsoft Operations Manager 2005" (MOM) sowie der eigentlich schon für Anfang Oktober angekündigte "Virtual Server 2005", deren Verfügbarkeit Gates nun melden konnte. MOM 2005 unterscheidet sich von der Vorgängerversion unter anderem durch die neu hinzugekommene "Operator Console", deren grafische Oberfläche im Design etwas an Microsofts Mail-Client "Outlook" erinnert. Auch ungeübte Administratoren finden sich dadurch leichter mit dem Produkt zurecht. Außerdem bietet das Tool Anwendern jetzt die Möglichkeit, eigenes Fachwissen beispielsweise zur Lösung eines bestimmten Problems direkt in der Anwendung abzuspeichern. Aus Sicht von Bill Anderson, Group Product Manager der Windows- und Enterprise-Management Division bei Microsoft, liegt darin "die wahre Stärke" des Verwaltungswerkzeugs.

Erweitert wurde das Produkt aber auch um die "Status"-Anzeige, anhand der Administratoren schnell erkennen können, ob etwa ein bestimmter Dienst verfügbar ist. Außerdem gibt es nun eine Diagrammfunktion, die dem IT-Personal eine grafische Ansicht der installierten Systeme ermöglicht und die sowohl den Zustand der Komponenten als auch deren Beziehung zueinander angibt. Bei Bedarf können Anwender dann weiterführende Informationen über einzelne Systeme abrufen, indem sie die entsprechenden Symbole anklicken.

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