Stärken-Schwächen-Analyse

IBM kommt gestärkt aus der Krise

04.06.2010
Von 
Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.

IBM stark in der Private Cloud

Im Dienstleistungsgeschäft heißt das dominierende Thema auch für die IBM-Strategen Cloud Computing. Geht es um große Unternehmenskunden, bietet der Konzern nach Einschätzung von Zilch das breiteste Angebot. Das Portfolio umfasse sowohl Cloud-Services als auch Cloud-Technologien zum Einsatz im Data Center der Kunden. Zilch verweist in diesem Zusammenhang auf den "Cloud Vendor Benchmark 2010", einen umfassenden Anbietervergleich, den die Experton Group im April veröffentlichte.

Im Segment der Großunternehmen spielten vor allem die namhaften IT-Service Provider ihre Erfahrungen und technischen Kompetenzen aus, lautet eine Erkenntnis der Marktforscher. IBM und T-Systems offerierten dabei Cloud-Services und Lösungen, die hochgradig skalierten, sich aber gleichzeitig an Kundenbedürfnisse anpassen ließen. Damit eigneten sich solche Angebote insbesondere für Private-Cloud-Projekte. Klassische Cloud-Anbieter, wie Amazon, Google und Salesforce.com haben demnach für die Anforderungen großer Unternehmen noch nicht immer die passenden Angebote.

Anders stellt sich die Situation für mittelständische Kunden dar. Zwar gehöre IBM auch hier zu den Playern mit dem vollständigsten Angebot. Doch daneben positioniert sich Microsoft als ebenso breit aufgestellter Anbieter. Unterm Strich, so die Experton-Analyse, zählten IBM, T-Systems, Microsoft und Hewlett-Packard zu den eindeutig führenden Anbietern, wenn es um kundenindividuell konfigurierte "Private Clouds" gehe.

Für die Bedürfnisse von Entwicklern, Startups und professionellen ISVs hingegen eigneten sich die Cloud-Pattformen von Amazon, Google und Salesforces.com sehr gut. Andererseits böten neben diesen typischen "Cloud Companies" mittlerweile auch Microsoft mit Azure sowie IBM eigene Entwicklungs- und Betriebsplattformen für Entwickler in der Cloud an. Interessant für diese Klientel sei dabei vor allem, dass sie vorhandene Kenntnisse und Entwicklungs-Tools weiter nutzen könne. Gleiches gelte für die gewachsenen und professionell gepflegten Partner-Ökosysteme von Microsoft und IBM. (wh)