Stärken-Schwächen-Analyse

IBM kommt gestärkt aus der Krise

04.06.2010
Von 
Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.

Quasi-Monopol im Mainframe-Geschäft

Im Mainframe-Markt hält IBM eine Quasi-Monopolstellung. Vormals ernstzunehmende Konkurrenten wie die BS2000-Systeme von Fujitsu seien zwar "gut gemanaged", spielen nach Zilchs Einschätzung aber kaum mehr als eine Nebenrolle. Die einstigen Fujitsu-Siemens-Großrechner könnten sich noch am ehesten im Umfeld neuer Cloud-Angebote wie Infrastructure as a Service (IaaS) eine Daseinsberechtigung erhalten, urteilt der Analyst.

IBMs Marketing-Strategen werben unterdessen mit dem Motto "z Can Do IT". Dahinter steht der Anspruch, die Mainframes der z-Serie könnten im Grunde jede erdenkliche IT-Aufgabe bewältigen. Der Markt für Großrechner entwickle sich solide, so Zilch. Große Mainframe-Umgebungen würden weiter ausgebaut, kleinere dagegen konsolidiert oder migriert. Dennoch sind IBMs Mainframe-Umsätze in jüngster Zeit zurückgegangen. Der Hersteller führt das auf eine weitgehende Marktsättigung mit den System z10-Modellen zurück. Die Hoffnungen ruhen deshalb auf der neuen Generation z11, die im dritten Quartal 2010 präsentiert werden soll.

IBM habe die z-Series-Systeme permanent weiterentwickelt, resümiert Zilch. Kunden könnten damit rechnen, dass die Plattform mindestens bis zum Jahr 2020 weitergepflegt werde. Die größte Herausforderung sieht er beim Thema Nachwuchs. Die Zahl der Mainframe-Experten in Anwenderunternehmen sinkt stetig; für IBM müsse es darum gehen, entsprechende Ressourcen bereitzustellen und die Ausbildung zu fördern.