Stärken-Schwächen-Analyse

IBM kommt gestärkt aus der Krise

04.06.2010
Von 
Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.

Gute Positionierung im Softwaremarkt

Zu den besonders gewinnträchtigen Bereichen im IBM-Portfolio gehört die Softwaresparte. Der Konzern offeriert auch hier eine breite Produktpalette. Sie reicht von klassischen Betriebssystemen über Middleware und System-Management-Paketen bis hin zu Datenbanken, BI- und Collaboration-Tools. Im Bereich Middleware sieht die Experton Group IBM mit seinen Websphere-Produken gut positioniert. Die Konkurrenten in diesem Markt sind vor allem Netweaver (SAP) und Fusion (Oracle). Aber auch Microsoft und zahlreiche Open-Source-Spezialisten bemühen sich um eine stärkere Marktstellung.

Ähnlich gut sieht Zilch IBM im Bereich System Management aufgestellt. Die Tivoli-Produkte des Konzerns konkurrieren dabei unter anderem mit CA Unicenter und Hewlett-Packards einschlägigen Angeboten. Aber auch Microsoft und zahlreiche kleine Anbieter mischen mit. Mit dem Klassiker DB2 und den über Cognos zugekauften Produkten hat sich Big Blue auch im Bereich Datenbanken und BI gut positioniert, so der Experton-Mann. Allerdings agieren mit Oracle, Microsoft, SAP und SAS noch andere starke Anbieter im Markt. Weniger optimistisch schätzt Zilch die Collaboration-Produkte aus IBMs Lotus-Familie ein. Im Vergleich etwa zu Google sei der IT-Konzern hier "schwach positioniert". Zudem könnten sich in diesem Marktsegment noch weitere Newcomer mit weniger Altlasten etablieren. Generell sieht Zilch bei IBM Nachholbedarf in Sachen Web 2.0.