Nützliche Programme für LAN und WLAN

Die besten Netzwerk-Tools

17.12.2015
Von  und
Bernhard Haluschak war bis Anfang 2019 Redakteur bei der IDG Business Media GmbH. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.

Neu: Lansweeper - Netzwerkressourcen überprüfen und inventarisieren

Lansweeper unterstützt Sie mit einer Vielzahl an hilfreichen Funktionen, die Hardware und Software im Netzwerk automatisch ermittelt - ohne dass dazu Agents auf den Maschinen notwendig sind.

Funktionalität: Lansweeper scannt Netzwerke nach Ressourcen und kann so eine vollständige Übersicht über alle vorhandenen Assets erstellen. Das Tool ist in der Lage, neben Windows-, Linux- und Mac-Rechnern auch Geräte wie Drucker, Router und Switches zu erfassen. Auf diese Weise sieht man zum Beispiel IP-und MAC-Adresse, Hersteller, Modell, Speicherausstattung oder bei Farbdruckern auch den Füllstand der einzelnen Cartridges. Außer Hardware-Infos verrät Lansweeper zudem umfangreiche Details zur installierten Software. Dadurch kann der Admin schnell feststellen, auf welchen Computern unerlaubte Software läuft oder ob der Virenschutz aktiv und auf dem aktuellen Stand ist. Alle Scans lassen sich vollautomatisiert durchführen. Dabei kann der User unter anderem einstellen, ob das gesamte LAN durchforstet wird oder nur ein bestimmter IP-Bereich. Ein Zeitplan hilft, dass die Inventarisierung immer up to date ist. Die Scan-Ergebnisse landen in übersichtlichen Inventarlisten (im Programm Network Reports genannt), die sich über den integrierten Berichtsgenerator recht einfach erstellen und konfigurieren lassen. Überdies bringt Lansweeper eigene Report-Vorlagen mit.

Darüber hinaus beherrscht das Utility die Software-Bereitstellung. Auf diese Weise kann die IT-Abteilung Anwendungen verteilen, installieren beziehungsweise deinstallieren oder aktualisieren. Diese Funktionalität bleibt allerdings den kostenpflichtigen Versionen ab der Professional-Edition vorbehalten. Inwieweit sich die einzelnen Varianten voneinander unterscheiden, hat der Hersteller auf dieser Seite aufgeführt.

Do it yourself: Mit dem integrierten Report-Generator lassen sich Berichte nach eigenen Vorstellungen anlegen. Zeit für die Einarbeitung sollten Sie aber mitbringen.
Do it yourself: Mit dem integrierten Report-Generator lassen sich Berichte nach eigenen Vorstellungen anlegen. Zeit für die Einarbeitung sollten Sie aber mitbringen.

Installation: Das Tool lässt sich bequem assistentengestützt installieren, indem man einfach die Setup-Datei aufruft und den weiteren Anweisungen folgt. Eine einfache SQL-Datenbank (SQL Compact Database) bringt Lansweeper bereits mit, sie steht zur Verfügung, wenn Sie als Installationsmethode Easy install wählen.

In unserem Test verhinderte Avast Free Antivirus den erfolgreichen Abschluss der Installation. Erst nachdem wir den bereits teilweise installierten Lansweeper wieder deinstallierten, den Virenschutz während des Setups aus- und erst danach wieder einschalteten, lief die Installation problemlos bis zum Ende durch.

Bedienung: Unmittelbar nach der Erstinstallation startet über das Web-Interface im Browser ein First Run Wizard , ein Assistent, der den Benutzer an die Hand nimmt und ihn durch die Konfiguration führt. Beginnend mit dem zu scannenden IP-Adressbereich hangelt man sich so durch insgesamt sieben Schritte. Falls man nicht alle benötigten Informationen parat hat, lassen sich die Angaben auch später eintragen.

Anschließend führt Lansweeper automatisch einen Netzwerkscan durch und präsentiert die Ergebnisse auf dem Tab Main page. Die Informationen finden sich hier extrem dicht gedrängt. Am besten, Sie orientieren sich zunächst an der mittleren Spalte (Alert Report). Dort führt das Tool in drei Kategorien (High priority, Important, Informational) alles auf, was in irgendeiner Form Beachtung verdient. Insbesondere die rot hervorgehobenen Einträge sollten Sie genauer unter die Lupe nehmen. Ein Klick darauf verrät nähere Details.

Neben der Hauptseite befinden sich weitere Registerkarten, etwa für Hardware und Software. Die dort zusammengefassten Informationen sind übersichtlicher strukturiert. Auch hier hilft die farbliche Kennzeichnung der aufgelisteten Punkte, um rasch die wichtigen von den weniger wichtigen Informationen zu trennen.

Über den Tabs ist eine Menüzeile angeordnet. Damit haben Sie zum Beispiel die Möglichkeit, Berichte abzurufen oder zu erstellen, die Konfiguration zu ändern oder die Lansweeper-Community nach Problemlösungen zu durchstöbern.

Fazit: Lansweeper ist ein mächtiges Tool, das durch seinen immensen Funktionsumfang besticht. Es richtet sich definitiv nicht an Einsteiger, sondern an erfahrene Netzwerkadmins, die sich einen detaillierten Überblick über ihre IT-Infrastruktur mit allen Ressourcen verschaffen wollen. Doch selbst Fachleute werden sich zumindest am Anfang wohl mit der komplexen und teilweise überfrachteten Bedienoberfläche schwertun.

Lansweeper

Version:

5.3.0.24

Hersteller:

Hemoco

Download Link:

Lansweeper - Download

Sprache:

Englisch

Preis:

Freeware-Version: kostenlos. Standard-Version: 295 US-Dollar. Professional-Version: 595 US-Dollar. Premium-Version: 995 US-Dollar. Corporate-Version: 1995 US-Dollar. Preise jeweils pro Jahr. Ultimate: Preis und Konditionen auf Anfrage.

System:

Windows XP / Windows Vista / Windows 7, Windows 8.x, Windows 10, Windows Server 2003 / 2008 / 2012

Alternativen:

LAN-Explorer, Docusnap, rxInventory, LOGINventory, The Dude, Nethydra

(hal)