IDG Research Services macht den Realitätscheck

Analytics: Gut angelaufen, aber es bleibt viel zu tun

Michael Schweizer ist freier Autor in München.

6. Fünf von sechs Teilnehmern ziehen eine gute Zwischenbilanz

Sehr zufrieden, zufrieden oder eher zufrieden äußern sich insgesamt 85 Prozent der Teilnehmer damit, wie Analytics in ihrem Unternehmen bisher betrieben worden ist. Die Kosten-Nutzen-Relation bewerten 60 Prozent sehr oder eher positiv. Der Vergleich dieser Werte zeigt, dass Analytics als strategisch gilt: Das Konzept kann auch dann positiv beurteilt werden, wenn es sich noch nicht rentiert hat. Der C-Level ist deutlich häufiger sehr zufrieden (22 Prozent) als die ITler (sechs Prozent) und die Fachbereiche (drei Prozent). Noch häufiger (51 Prozent) vergibt das Führungs-Management das wirtschaftliche Spitzenurteil "sehr gelohnt" (ITler: zwölf Prozent, Fachbereiche: elf Prozent).

Die meisten Unternehmen sind mit ihren bisherigen Analytics-Bemühungen zufrieden.
Die meisten Unternehmen sind mit ihren bisherigen Analytics-Bemühungen zufrieden.
Foto: IDG Research Services

Studiensteckbrief

359 oberste (IT-)Verantwortliche von Unternehmen aus der D-A-CH-Region haben an der "Real Analytics"- Studie von IDG Research Services teilgenommen. Die Teilnehmer sind strategische (IT-)Entscheider aus dem C-Level-Management und aus Fachbereichen (vor allem Marketing, Sales und Vertrieb) sowie Entscheider und Spezialisten aus IT-Bereichen. Die Umfrage lief online vom 6. bis 22. März 2017. Die Teilnehmer waren durch Stichprobenziehung aus der IT-Entscheider-Datenbank von IDG Business Media ermittelt und dann per E-Mail persönlich zur Teilnahme eingeladen worden.

Als Gold-Partner unterstützten Celonis, Lufthansa Industry Solutions, SAP Deutschland, Tableau Germany und Teradata die Studie, als Silber-Partner engagierten sich Datavard und DextraData. Herausgeber sind die IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE, CIO, ChannelPartner und TecChannel.

Auf einen Großteil der Fragen haben alle 359 Umfrageteilnehmer der Real-Analytics-Studie geantwortet. Wenn nicht anderes vermerkt, beziehen sich die genannten Prozentzahlen, auf diese Grundgesamtheit. Teilweise sind Fragen aufgrund des vorherigen Antwortverhaltens vorgefiltert: in diesem Fall weicht die Basis von n=359 ab.

In der Studienanalyse wurden Ergebnis-Splits vorgenommen nach Unternehmensgröße (Mitarbeiterzahl) und nach der Höhe der IT-Aufwendungen. Im Interesse der Lesbarkeit werden dazu in diesem Artikel Kurzbezeichnungen verwendet. "Kleine Unternehmen" haben unter 100 Mitarbeiter, "mittlere Unternehmen" beschäftigen 100 bis 999 Mitarbeiter, in "großen Unternehmen" sind es 1000 und mehr Mitarbeiter. Ein "kleines IT-Budget" haben Unternehmen, die im Jahr weniger als eine Million Euro für IT aufwenden, alle anderen haben ein "großes IT-Budget".

Unterschieden wurde auch, welche Positionen die Studienteilnehmer in ihren Unternehmen ausfüllen. Statt von Teilnehmern aus dem C-Level-Management, dem IT-Bereich oder einem Fachbereich ist hier manchmal kurz vom "C-Level", "ITlern" und dem "Fachbereich" die Rede. Für "Real Analytics" wird als Kurzform oft "Analytics" benutzt. Alle Prozentangaben sind auf ganze Zahlen gerundet.

Mehr Informationen zu den Studien von IDG Business Research finden sie online auf der Website der COMPUTERWOCHE unter: https://shop.computerwoche.de/portal/navigation/marktstudien-66