Software-Dream-Teams

Wie Entwickler ticken

17.03.2009
Von 


Simon Hülsbömer betreut als Senior Project Manager Research Studienprojekte in der IDG-Marktforschung. Zuvor verantwortete er als Program Manager die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT - inhaltlich ist er nach wie vor für das "Leadership Excellence Program" aktiv. Davor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.

Dream-Teams in der Software-Entwicklung

Wer die fünf genannten Regeln befolgt, hat noch kein ideales Entwicklerteam zusammen, das innovative und Bahn brechende Qualitätssoftware schreibt. Ist der einzelne Entwickler zufrieden, muss im nächsten Schritt das Team entsprechend eingestellt werden. Die beste Arbeit leisten Gruppen aus zwei bis maximal fünf Programmierern, die gemeinsam das Ziel einer funktionierenden Applikation verfolgen. Je besser das Team arbeitet, desto größer ist die Gefahr, sich höhere Ziele zu stecken und die Gruppe mit mehr Leuten aufzustocken. Das ist nach der Erfahrung des Java-Coaches der sichere Tod des Projekts. "Lassen Sie organisches Wachstum entstehen und achten Sie darauf, dass in keinem Fall mehr als zehn Leute gemeinsam an einer Software arbeiten", so Bien. Wichtig auch, gute Teams längerfristig zusammenzuhalten und nicht einzelne, augenscheinliche "Underperformer", sofort auszutauschen.

Auftraggeber und Unternehmen sollten darüber hinaus weitere wichtige Punkte beachten:

  1. Teaminterne Veranstaltungen müssen nicht geplant werden (einmal abgesehen vom Budget, das hierfür bereitstehen sollte);

  2. Teammitglieder respektieren einander, selbst in Konfliktsituationen und Konflikte kommen häufig vor. Lassen Sie Auseinandersetzungen zu, wenn sie die Arbeitsleistung nicht auf Dauer negativ beeinflussen;

  3. Humor ist wichtig - gute Entwickler nehmen sich selbst nicht zu ernst;

  4. Jeder Projektteilnehmer hat seine Daseinsberechtigung, egal ob Softwarearchitekt, Analyst, Tester, Projektmanager oder Entwickler;

  5. Alle Teammitglieder haben Interesse am späteren Einsatz ihrer Software und sind über das einschlägige Anwendungsumfeld informiert. Jede Offshore- und Outsourcing-Aktivität bremst ein gut laufendes Projekt deshalb erheblich aus.

Was gute Teams alles schaffen können, wenn man sie lässt und wie Sie ein solches Dream-Team auf die Beine stellen, lesen Sie auf der nächsten Seite.