FAQ Cloud Computing

Was Sie über die Cloud wissen müssen

Wolfgang Sommergut ist Betreiber der Online-Publikation WindowsPro.

Was versteht man unter IaaS, PaaS und SaaS?

Cloud-Services werden üblicherweise nach einem Schichtenmodell in IaaS, PaaS und SaaS unterteilt. Wie unterscheiden sich diese voneinander? Abhängig von der Ebene im IT-Stack, auf der ein Cloud-Service angesiedelt es, unterscheidet man zwischen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS).

  • Infrastructure as a Service (IaaS): Dieses Modell stellt grundlegende IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Storage oder Netzwerkkapazitäten zur Verfügung. Der Anwender hat dabei die Kontrolle über Betriebssysteme und Anwendungen, er muss in der Regel die Infrastruktur selbst aus den benötigten Recheninstanzen und Speichern zusammenstellen.

  • Platform as a Service (PaaS): Bei PaaS handelt es sich um einen Typ von Service, der ein Programmiermodell und Entwicklerwerkzeuge bereitstellt, um Cloud-basierte Anwendungen zu erstellen und auszuführen. Ein PaaS-Provider sollte alle benötigten Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher, Netzwerk, Middleware wie Message Queuing oder Load Balancing und Datenbanken automatisch beim Deployment der Applikation zur Verfügung stellen und diese abhängig von den Anforderungen skalieren ("fabric"). Erwartet werden zudem eingebaute Monitoring-Funktionen, mit denen sich das Laufzeitverhalten der Anwendungen überwachen lässt.

  • Software as a Service (SaaS): SaaS repräsentiert die oberste Schicht im Cloud-Modell, bei dem der Provider seine eigenen Anwendungen für die Benutzer bereitstellt. Darin unterscheidet sich SaaS vom Vorläufer ASP (Application Service Provider), bei dem die Dienstleister Applikationen von anderen Herstellern zur Miete anboten. Diese waren zumeist nicht mandantenfähig, während die Unterstützung für mehrere Mandanten bei SaaS die Regel ist.

  • Der Kunde eines SaaS-Anbieters muss sich weder um die technische Infrastruktur noch um die Installation und die Updates der Anwendung kümmern. Diese erfolgen zentral durch den Provider, so dass den Nutzern stets die aktuelle Version der Software zur Verfügung steht.

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Ist Virtualisierung eine Voraussetzung für die Cloud?

Virtualisierung wird zwar immer wieder als die Basistechnologie für Cloud Computing genannt, sie ist aber keine zwingende Voraussetzung dafür. Die Verteilung von Hardware-Ressourcen auf virtuelle Maschinen ist eine von mehreren möglichen Strategien, um Mandantenfähigkeit zu erreichen.

Gerade bei Software as a Service zeigen große Player, dass Virtualisierung keine Bedingung zur Bereitstellung von Cloud-Services ist. Weder Salesforce.com noch Google setzen sie ein, auch Facebook soll weitgehend ohne virtuelle Maschinen auskommen.

Der Einsatz von virtuellen Instanzen ist vor allem bei Infrastructure as a Service (IaaS) üblich. Sie erlauben eine Migration von Legacy-Anwendungen in die Cloud, ohne dass diese dafür modifiziert werden müssen.