Neue Such-Features auf der Search On 22

So googeln Sie in Zukunft

29.09.2022
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Florian Maier beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.
Google will seine Suchfunktionen intuitiver und immersiv gestalten. Diese drei neuen Features kommen auf Sie zu.
Geht es nach Google Vice President Prabhakar Raghavan, wird die Smartphone-Kamera künftig Ihr neues Keyboard.
Geht es nach Google Vice President Prabhakar Raghavan, wird die Smartphone-Kamera künftig Ihr neues Keyboard.
Foto: Google

Im Rahmen seines Events Search On 22 hat Google neue Suchfunktionen präsentiert, die auf künstlicher Intelligenz basieren und das Sucherlebnis der Nutzer visueller und immersiv gestalten sollen.

"Uns schwebt eine Welt vor, in der Sie finden was sie suchen, indem Sie Bilder, Geräusche, Text und Sprache miteinander kombinieren - genauso wie Menschen das auf natürliche Weise tun", schreibt Google Vice President Prabhakar Raghavan in einem Blogpost. Um das zu realisieren, führt Google im Wesentlichen drei neue Features ein:

1. Natürlichere, visuelle Suchen

"Kameras gibt es schon seit Hunderten von Jahren. Bislang dienten sie meist dazu, Erinnerungen zu bewahren oder - im heutigen Zeitalter - Content zu kreieren. Aber eine Kamera ist auch ein leistungsfähiges Instrument, um Informationen abzurufen und die Welt um Sie herum zu verstehen. Die Kamera wird Ihre neue Tastatur sein", schreibt der Google-Manager, um das neue Multisearch-Feature anzupreisen (das sich in den USA bereits seit 2022 im Beta-Test befindet).

Es gehe um einen ganz neuen Weg, um Bilder und Texte zeitgleich für Suchen zu kombinieren - ganz ähnlich wie mit dem Finger auf etwas zu zeigen und einen Freund dazu zu befragen. In den kommenden Monaten soll die neue Google-Lens-Funktion weltweit in mehr als 70 Sprachen ausgerollt werden. Zudem soll es künftig dank "Multisearch near me" auch möglich sein, Objekte zu fotografieren, um anschließend die nächstgelegene Shopping-Möglichkeit dafür zu ermitteln.

2. Übersetzung on the fly

Übersetzer-Apps können inzwischen relativ viel, auch dank der Fortschritte auf dem Feld der künstlichen Intelligenz. Google will künftig Generative Adversarial Networks (GANs) zum Einsatz bringen, um übersetzten Text in Bilder einzublenden.

"Wenn Sie also zum Beispiel Ihre Kamera auf ein Magazin in einer fremden Sprache richten, sehen Sie den übersetzen Text als Bild-Overlay", erklärt Raghavan.

3. Immersiv die Welt erkunden

Auch in Sachen Maps hat Google ein neues Feature im Gepäck. "Immersive View" macht sich Computer Vision und Predictive Analytics zunutze, um Karten von schnödem 2D in Multidimensional zu verwandeln: "Mit dieser neuen Experience können Sie Orte so erleben wie sie wirklich sind, bevor Sie sich dort hinbegeben", schreibt der Google-Manager.

"Wenn Sie zum Beispiel ein Treffen mit einer Freundin oder einem Freund in einem Restaurant planen, können Sie sich in Maps die Umgebung nun genau ansehen und auch Dinge wie das Wetter oder die Besuchsfrequenz visualisieren. Indem wir unsere fortgeschrittene Bilderfassung mit prädiktiven Modellen kombinieren, können wir Ihnen ein Gefühl davon vermitteln, wie ein Ort morgen, nächste Woche oder in einem Monat aussehen wrd."

Das Immersive-View-Feature soll in den kommenden Monaten zunächst in fünf großen (US-)Städten ausgerollt werden.