7 Punkte

So bekommen Sie die IIoT-Datenintegration in den Griff

10.12.2018
Von   IDG ExpertenNetzwerk


Steffen studierte in Tralee (Irland) Informatik. Anfang der 90er war er Mitgründer von SimpleWork, das man 96 verkaufte. Anfang 97 wurde er Interims-IT-Leiter bei Maxdata, Ende 97 war er Mitgründer der Beans AG und 2001 Mitgründer der Lobster GmbH. Dort ist er Leiter Software-Entwicklung.
Die Theorie für IIoT: Smarte Maschinen arbeiten schneller und präziser, kostengünstiger und effizienter als der Mensch - und sie kooperieren miteinander. Für die Realisierung braucht es jedoch eine Standardisierung der Daten.

Das IIoT oder Industrial Internet der Dinge bietet viele Möglichkeiten, Prozesse und Abläufe zu optimieren. Dazu gehören die Steigerung der Flexibilität, die Verbesserung der betrieblichen Effizienz, Kostensenkungen in Produktion und Logistik, transparentere und schnellere Prozesse, außerdem optimierte Wertschöpfungsketten und neue Geschäftsmodelle. Wachstum, Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit hängen für viele Unternehmen davon ab. Im Mittelpunkt des IIoT stehen durch Sensoren erhobene Daten aus der Shopfloor-Ebene, daneben Daten aus verschiedenen anderen Systemen von Einkauf über Lagerhaltung und Logistik bis hin zu Marketing- und Vertrieb.

Datenintegration muss problemlos und unauffällig funktionieren. Eine gute Lösung sollte in möglichst vielen der kritischen Bereiche punkten.
Datenintegration muss problemlos und unauffällig funktionieren. Eine gute Lösung sollte in möglichst vielen der kritischen Bereiche punkten.
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Die Umsetzung einer IIoT-Strategie ist ein komplexes Unterfangen, bei dem es wesentlich auf drei Felder ankommt: Datenerhebung, Datenintegration, Datenauswertung. Während Datenerhebung und Datenauswertung und die daraus zu ziehenden Schlüsse für jedes Unternehmen sehr spezifisch sind, lässt sich die Drehscheibe des Ganzen, die Integration von Daten, heute gut standardisieren. Damit Ihre IIoT-Strategie aufgeht, sollte die Datenintegration so problemlos und unauffällig wie möglich funktionieren. Die folgende Checkliste zeigt Ihnen, worauf Sie achten sollten.

7 Punkte, auf die Sie bei der Datenintegration achten sollten

1. Einfachheit

Eine gute Software für Datenintegration besticht durch einfaches Handling, also etwa durch eine intuitive Benutzeroberfläche und Drag and Drop. Testen Sie: Wie viele Schritte benötigen Sie für den gesamten Integrationsvorgang von einem System in ein anderes? Achten Sie außerdem auf einfache Updates und Versionswechsel.

2. Übersicht und Struktur

Hat die Software für Sie eine logische Struktur? Bietet die Software - etwa für eine exakte Nachverfolgung - eine übersichtliche Dokumentation der Mappings?

3. Schnelligkeit/Zeitersparnis

Vergleichen Sie: Wie schnell sind Sie bei der Umsetzung von Schnittstellen? Können Sie ein direktes Mapping von Quelle und Ziel einstellen, oder bietet Ihr System nur den Weg über aufwändige - und fehleranfällige - Zwischenstellen? Testen Sie die Performance: Wie viele Datensätze verarbeitet Ihr System im Ernstfall? Und wie sehr werden dadurch Ihre Systeme belastet?

4. Effizienz

Reicht ein Tool für sämtliche Integrationsthemen (EAI/IOT/EDI/ETL…), oder müssen Sie mehrere Systeme bemühen? Gibt es ein zentrales Monitoring für alle Schnittstellen?

5. Komfort/Kenntnisse

Sind - für Ihre Flexibilität und Zukunftssicherheit - alle Industriestandards im System enthalten (dann sollten Sie auf fast 10.000 verschiedene Vorlagen zugreifen können)? Handelt es sich um Standardsoftware oder um Sonderlösungen mit hohem Wartungsaufwand? Benötigen Sie spezielle Programmierkenntnisse oder sind für die Datenintegration Ihre Prozesskenntnisse entscheidend?

6. Kosten/Nutzen

Vergleichen Sie das Preis-/Leistungsverhältnis zwischen Standardsoftware und Insellösung, aber auch zwischen verschiedenen Anbietern. Gibt es bei der Einführung langwierige gestufte Entwicklungsschritte oder können Sie viel Zeit sparen, indem Sie nur ein Test- und ein Produktivsystem benötigen? Erhalten Sie mit Blick auf Ihre Planungssicherheit kostenfreie Softwareupdates/-upgrades?

7. Unabhängigkeit

Sind Sie von Dienstleistern (Kosten-Zeit Faktor) und von Betriebssystemen unabhängig? Wie umfangreich sind die Hardware-Anforderungen? (mb)