Vom Apple I über die Apple Watch hin zum iPhone SE

Die turbulente Apple-Story

22.05.2017
Von  und
Jürgen Mauerer ist Journalist und betreibt ein Redaktionsbüro in München.


Florian beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.

2007: Das iPhone setzt neue Standards im Mobilfunkmarkt

Im Januar 2007 kündigt Steve Jobs neben dem neuen iPod Touch auch ein internetbasiertes Mobiltelefon an - das iPhone. Das iPhone soll - ähnlich wie zuvor der iPod - den Markt revolutionieren und wird zum Prototypen für alle modernen Touchscreen-Smartphones. Das erste iPhone bietet alle Funktionen eines iPods und kann zusätzlich auch telefonieren, fotografieren und sich mit dem Internet verbinden. Mit der Bedienung per Touch schlägt Apple in Sachen Funktion und Form völlig neue Wege ein. Das Gerät setzt dabei auf das hauseigene, mobile Betriebssystem iOS und unterstützt mittlerweile Multitasking für Applikationen von Drittanbietern. Apple bringt seit der Einführung des iPhones im Jahresrhythmus eine neue Smartphone-Generation auf den Markt. Im September 2015 ist mit dem iPhone 6S und 6S Plus die aktuelle Generation in den Handel gekommen. Im Februar 2016 kündigt Apple mit dem iPhone SE zudem eine günstige Business-Variante seines Bestsellers an.

Das iPhone deklassiert in den kommenden Monaten und Jahren nach seinem Release nach und nach die bisherigen Mobilfunk-Platzhirsche von Nokia, Blackberry und Konsorten. Nur Google kann mit seinem Android-Betriebssystem dagegenhalten. Allerdings können die Wettbewerber bis heute nur von Apple-esken Umsatz- und Gewinnzahlen träumen.

Parallel zum iPhone bringt Apple auch seinen App Store an den Start. Die Plattform, auf der Entwickler ihre zuvor von Apple zertifizierte Software anbieten können. Mittlerweile stehen im App Store mehr als 1,4 Millionen Apps zum Download zur Verfügung. Apple bietet Programmierern sein iOS SDK übrigens kostenlos mit der Entwicklungsumgebung Xcode an. Zum Veröffentlichen der Apps im App Store ist eine kostenpflichtige Registrierung im iOS Developer-Programm notwendig. Nach Fertigstellung prüft Apple die Applikation und erteilt anschließend die Freigabe - oder auch nicht. Auf diese Weise verbleibt die Kontrolle über das Angebot alleine bei Apple - eine mitunter heftig kritisierte Praxis.

2010: Das iPad wird zum nächsten Meilenstein

2008 ergänzt Apple seine Produktpalette um das MacBook Air, das bis dato leichteste und dünnste Macbook. Weitere neue Modelle des iPhones sowie eine neue Macbook-Generation, deren Gehäuse aus einem Aluminium-Block gefräst sind, kommen auf den Markt. Revolutionär wird es allerdings erst wieder im Jahr 2010, als Apple das iPad präsentiert. Der Tablet-PC wird ebenfalls per Touchscreen bedient, misst knapp 25 Zentimeter in der Diagonale und kreiert eine neue Gerätekategorie zwischen Laptop und Smartphone. Apples iPad kann zwar PC oder Notebook nicht ersetzen, ist aber optimal für den Konsum von Informationen geeignet - egal ob es dabei um Text-, Bild- oder Video-Inhalte geht. Was der iPod für die Musikbranche und das iPhone für die Mobilfunkbranche ist, wird das iPad für Medienhäuser: Es sorgt für neue Ideen, Märkte und Entwicklungen.

Mit dem iPad hat Apple den Markt für Tablet-PCs wiederbelebt. Denn die Idee vom Tablet PC gibt es bereits seit dem Jahr 2000, forciert vom damaligen Microsoft-Chef Bill Gates. Doch bis zum Erscheinen des iPad ist der Markt sehr überschaubar. Dann gehen alleine zwischen Januar und März 2012 11,8 Millionen Exemplare des iPads über die Ladentische - ein Plus von 151 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mittlerweile ist es mit solchen Steigerungsraten vorbei. Betrachtet man den Zeitraum Oktober bis Dezember 2014, so sinken die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 18 Prozent auf 21,42 Millionen Geräte. Der iPad-Absatz schwächelt auch in den ersten drei Monaten des Jahres 2015: "Nur" noch 12,6 Millionen Stück werden verkauft. Im Gegensatz zum iPhone geht dem iPad nach drei Jahren Gipfelsturm die Puste aus, der Absatz schrumpft weiter. So ist Apple bis heute vor allem vom Erfolg des iPhones abhängig.