Digital Leader Award

Winners Night des DIGITAL LEADER AWARD 2020

Virtuelle Preisverleihung, echte Emotionen, starke Sichtbarkeit

01.12.2020
Von 

Florian Kurzmaier ist ein klassischer Quereinsteiger: Nach einem Studium der Geschichtswissenschaften in München landete er zunächst bei der Gamepro, dann als Volontär bei der Macwelt. Inzwischen verantwortet er als Editorial Lead – Events, Platforms and Innovation alle inhaltlichen Aspekte der IDG-Veranstaltungen – beispielsweise auch den Wettbewerb des Digital Leader Award. Sportlich gehört sein Herz dem FC Bayern und den Green Bay Packers.

Mit tollen Finalist:innen, einer virtuellen Gala und der verdienten Sichtbarkeit für digitale Rolemodels durften wir 2020 einen besonderen DIGITAL LEADER AWARD feiern. Ein kleiner Rückblick mit Ausblick.
Nachdem es pandemiebedingt kein gemeinsames und persönliches Siegerfoto geben konnte, baten wir die Sieger:innen um ein paar Eindrücke.
Nachdem es pandemiebedingt kein gemeinsames und persönliches Siegerfoto geben konnte, baten wir die Sieger:innen um ein paar Eindrücke.

Gut drei Monate ist Sie her, die erste virtuelle Preisverleihung des DIGITAL LEADER AWARD. Am Abend des 10. September 2020 feierten IDG und die NTT-Gruppe bei der pandemiebedingt virtuellen Winners Night des Award-Programms die mutigsten und innovativsten Rolemodels des digitalen Wandels im deutschsprachigen Raum. Angesichts eines Bewerber:innen-Jahrgangs, der Trotz der Herausforderungen einer globalen Pandemie mit sage und schreibe 83 Einsendungen unserer Jury fantastische Digital-Stories zur Bewertung vorlegte, musste dieser Mut adäquat gewürdigt werden.

Wo wenn nicht im Umfeld der Vordenker:innen des digitalen Wandels konnte eine solche virtuelle Award-Show gelingen? So versammelten IDG und NTT mit Partnern wie Cisco, ServiceNow, Checkpoint und Checkmarx die Bewerber:innen im digitalen Raum, während im Studio das Moderations-Team gemeinsam mit den Juror:innen durch das Programm führte und die verdienten Sieger:innen kürte. Die Zeit seit dieser Show haben wir genutzt, um nochmal mit unseren Finalist:innen über Ihre Bewerbungen zu sprechen und ein re-Live unserer Winners Night vorzubereiten.

Tijen Onaran und Heinrich Vaske führten durch die Winners Night.
Tijen Onaran und Heinrich Vaske führten durch die Winners Night.

Die virtuelle Winners Night: Sichtbarkeit schaffen im Remote-Zeitalter

Diese virtuelle Winners Night war dann auch in vielerlei Hinsicht besonders: Zum einen war sie für das DIGITAL-LEADER-AWARD-Team eine konzeptionelle wie organisatorische Premiere, zum anderen machte sie deutlich: Auch in schwierigen Zeiten hält die DIGITAL-LEADER-Community zusammen und macht die eigenen Erfolge, Learnings und Fuck-ups sichtbar. Mit einer gut zweistündigen Show, die DIGITAL-LEADER-AWARD-Jurorin Tijen Onaran gemeinsam mit COMPUTERWOCHE-Chefredakteur (und ebenfalls Juror) Heinrich Vaske moderierte, vergaben wir insgesamt sieben der begehrten Trophäen an unsere Sieger:innen. Vier Pokale gingen an die Sieger:innen in den Kategorien CULTURE, STRATEGY, PROJECT und SOCIETY, drei weitere an herausragende Digital-Stories in Form der Sonderpreise CYBERSECURITY, SOCIAL PURPOSE und DIGITAL SCIENCE.

Den Anfang im munteren Award-Reigen machte nach den Grußworten der diesjährigen Schirmherrin des DIGITAL LEADER AWARD, Dr. Kristina Sinemus, und des Underwriters CISCO in Person von Deutschland-Chef Uwe Peters die Kategorie CULTURE. Dass erfolgreicher digitaler Wandel kaum ohne eine tiefgreifende kulturelle Transformation auf allen Ebenen von Unternehmen und Organisationen gelingen kann, dürfte im Jahr 2020 niemanden mehr überraschen - zu wichtig sind gerade in herausfordernden Phasen wie dieser Pandemie empathische Leadership, respektvolle und wertschätzende Kommunikation oder auch Diversität und Inklusion als Treiber von Innovation, Vielfalt und Mitbestimmung.

Fabian Stolz von Ergo jubelt über den Preis für sein Team in der Kategorie CULTURE.
Fabian Stolz von Ergo jubelt über den Preis für sein Team in der Kategorie CULTURE.

Den Finalist:innen, die wir in einem gesonderten Artikel kurz vorstellen und von dort aus auch auf detaillierte Beiträge zu den jeweiligen Digital-Stories verlinken, ist das in diesem Jahr auf beeindruckende Art und mit sehr individuellen Ansätzen gelungen. Den Award der Kategorie CULTURE, die unser Partner ServiceNow begleitete, sicherte sich der Versicherer ERGO mit seiner Bewerbung "Robotics: Vom Feind zum Freund", die beeindruckend aufzeigt, wie aus Technologie-Skepsis große Technologie-Begeisterung entstehen und Angst abgebaut werden kann. Die Plätze 2 und 3 gingen an RWE Renewables (vormals Innogy) mit "The Power of People" und die IT-Tocher der Deutschen Bahn, DB Systel, mit "Die Entwicklung einer agilen Netzwerkorganisation".

Den Stellenwert der digitalen Transformation in Unternehmen und Organisationen kann man in vielen Fällen gut daran erkennen, ob besagte Unternehmen ihre Pläne rund um die Digitalisierung in eigene Digital-Strategien gießen oder diese grundlegenden Veränderungsprozesse und -Ziele zum Teil der Strategie des gesamten Unternehmens machen. Bewerber:innen, die uns von Ihren Strategien erzählen, haben wir deshalb begleitet von unserem Partner Cisco in der Kategorie STRATEGY ausgezeichnet.

Über den DIGITAL LEADER AWARD in der Kategorie STRATEGY freute sich der CIO von Boehringer Ingelheim, Markus Schummelfeder, stellvertretend für sein Team.
Über den DIGITAL LEADER AWARD in der Kategorie STRATEGY freute sich der CIO von Boehringer Ingelheim, Markus Schummelfeder, stellvertretend für sein Team.

Direkt nach dem Preis für Ergo konnte sich in der zweiten Kategorie des Abends mit dem global aufgestellten, forschenden Pharma-Konzern Boehringer Ingelheim dann auch im Votum der Jury des DIGITAL LEADER AWARD eine beeindruckende Einsendung durchsetzen. Das Unternehmen setzt dabei strategisch fast schon universal in der ganzen Organisation an und schafft mit einer Bewerbung "Transforming a billion dollar IT" die Grundlage dafür, als "Multi-Mode-IT" digitale Produkte und Services zu entwickeln, zu kommerzialisieren und zu betreiben. Platz 2 geht an die HARTMANN GROUP mit "Die Transformation der HARTMANN-OneIT: Streben nach Innovation für eine IT als Wegbereiter für digitale Geschäftsmodelle", Bronze sicherte sich OTTO mit "Auf dem Weg zum digitalen Echtzeitunternehmen powered by OTTO BI".

Mit seiner Bewerbung konnte sich Florian Jörgens von Lanxess den ersten CYBERSECURITY-Preis beim DIGITAL LEADER AWARD sichern.
Mit seiner Bewerbung konnte sich Florian Jörgens von Lanxess den ersten CYBERSECURITY-Preis beim DIGITAL LEADER AWARD sichern.

Nach einer kurzen Pause hatten Tijen Onaran und Heinrich Vaske sowohl für die Teilnehmer:innen, als auch für die Bewerber:innen eine erste kleine Überraschung parat: den Sonderpreis CYBERSECURITY, den Checkpoint präsentierte. Erstmals in der Geschichte des DIGITAL LEADER AWARD fand die Jury im Kreis der Bewerber:innen nämlich eine größere Zahl an Einsendungen aus Abteilungen für Cyber- und Informationssicherheit vor.

Mut, der belohnt werden sollte: LANXESS sicherte sich mit "How to start with Information Security? Ein Chemie-Konzern sichert sich ab" diesen ersten Cybersecurity-Preis der Jury. Im Kern prämiert die Jury dabei einen umfassend gestalteten Awareness-Approach, der vollen Support der Geschäftsführung genoss und dessen Ursprung in einem realen Incident liegt. Die beiden Runners-up waren die Deutsche Lufthansa mit "Cyber Security als tragende Säule der digitalen Transformation" und Henkel mit "#SharedResponsibility".

Nach dem ersten Sonderpreis - zwei weitere sollten noch folgen - stand aber zunächst die Kategorie PROJECT auf dem Programm, diesmal präsentiert von Checkmarx. Wie der Name verrät, prämiert die Jury des DIGITAL LEADER AWARD in dieser Kategorie Digital-Stories, die in der klassischen "Losgröße" der digitalen Transformation angeliefert wurden - Projekte! Die begehrte Trophäe sicherte sich in diesem Jahr das Projekt "Die digitale Transformation eines konventionellen Technologielabors - powered by IT" des Halbleiterherstellers Infineon aus Neubiberg bei München, das die Fehleranalyse grundlegend transformiert und dafür sorgt, dass die Qualität bei geringerem Ausschuss steigt und so die Qualitätssicherung revolutioniert.

Den Award in der Kategorie PROJECT nahm Helmut Kunert für sein Team bei Infineon entgegen.
Den Award in der Kategorie PROJECT nahm Helmut Kunert für sein Team bei Infineon entgegen.

Platz 2 ging an Ergo mit "Be a Voice, not an Echo: Wie ERGO die Transformation von einem Versicherungsunternehmen zu einem Tech-Anbieter gelingt" während Platz 3 an die österreichische CATCH.direct GmbH mit ihrer "Dating-Plattform für Maschinen" ging.

Das große Finale der ersten virtuellen Winners Night des DIGITAL LEADER AWARD sollte sodann die Kategorie SOCIETY sein - hier steigen präsentiert von NTT neben Behörden auch Non-Profit-Organisationen, Bildungseinrichtungen oder Forschungsinstitute in den Ring.

Markus Schmitz gewann mit seinem Team den Award in der Kategorie SOCIETY für die Bundesagentur für Arbeit.
Markus Schmitz gewann mit seinem Team den Award in der Kategorie SOCIETY für die Bundesagentur für Arbeit.

Neben dem Hauptpreis in der Kategorie hat die Jury in diesem Jahr gleich zwei Sonderpreise an Bewerber:innen aus dieser Kategorie vergeben. Zunächst konnte sich die in Nürnberg ansässige Bundesagentur für Arbeit mit "Homeoffice, Hubertus Heil, Hackathon - Die Express-Digitalisierung der Bundesagentur für Arbeit für Bürger und Arbeitgeber in Corona-Zeiten" den Hauptpreis der Kategorie sichern. Wie CIO Markus Schmitz mit seinem Team die Auszahlung des Kurzarbeitergeldes während der ersten Phase der Coronavirus-Pandemie sicherstellte und zugleich seine IT stabil hielt, war der Jury diesen Preis wert. Mit "Social & green IT" konnte sich zudem die AfB GmbH den ersten "SOCIAL PURPOSE"-Preis in der Geschichte des DIGITAL LEADER AWARD sichern. Das Unternehmen verschreibt sich dem Refurbishen und Upcyceln gebrauchter Endgeräte und beschäftigt dabei zahlreiche Mitarbeiter:innen mit Beeinträchtigungen.

Der erste SOCIAL-PURPOSE-Preis in der Geschichte des DIGITAL LEADER AWARD zeichnet die AfB GmbH um Daniel Büchle aus.
Der erste SOCIAL-PURPOSE-Preis in der Geschichte des DIGITAL LEADER AWARD zeichnet die AfB GmbH um Daniel Büchle aus.

Während die Bundesagentur für Arbeit tausende Arbeitnehmer:innen finanziell aus der Patsche half und die AfB für eine Verlängerung der Lifecycles tausender Endgeräte sorgte, andressierte der Preisträger des Sonderpreises DIGITAL SCIENCE das System Erde - gleich acht Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft gewannen mit dem 2018 ins Leben gerufenen Projekt "Digital Earth" diesen Sonderpreis. Das Team schaffte im Rahmen von "Digital Earth" mit der interdisziplinären Vernetzung der Erdsystemwissenschaften mit Data Science ein vollkommen neue Verständnis des Systems Erde und war damit verdient Träger dieses Sonderpreises. Den Platz 2 der Kategorie SOCIETY sicherte sich die Baden-Württemberg Stiftung mit "expedition d - Digitale Technologien, Anwendungen und Berufe", während der dritte Platz an die Hacker School (i3 e.V. gemeinnütziger Verein) mit ihrer Bewerbung "Hacker School @home" ging.

Für die Helmholtz-Gemeinschaft und das Projekt "Digital Earth" nahm Jens Greiner den Sonderpreis DIGITAL SCIENCE entgegen.
Für die Helmholtz-Gemeinschaft und das Projekt "Digital Earth" nahm Jens Greiner den Sonderpreis DIGITAL SCIENCE entgegen.

Am Ende dieser virtuellen Premieren-Winners-Night standen also 7 glückliche Sieger:innen, die sich aus einem Wettbewerb von 83 Einsendungen und nach einem über 4 Wochen langen, dreistufigen Bewertungsprozess durch die Jury des DIGITAL LEADER AWARD durchsetzen konnten. Wir danken allen Bewerber:innen für die Zeit und Arbeit, die trotz einer globalen Pandemie in die Einsendungen geflossen sind.

WINNERS TALK EXTENDED: Motivation, Learnings und Blicke hinter die Digital-Stories unserer Bewerber:innen

Um unseren Finalist:innen neben der kurzen Redezeit im Rahmen der Winners Night noch eine weitere Gelegenheit zu geben, etwas mehr zu ihren Digital-Stories zu erzählen, haben wir nach der Winners Night mit fast allen Finalist:innen individuelle Interviews geführt. Das Ziel: Mehr zu erfahren von der Motivation hinter den Einsendungen, Learning, Fuck-ups und Besonderheiten auf dem Weg zum digitalen Rolemodel. Wir haben Ihnen hier eine YouTube-Playlist mit den Interviews eingebettet und wünschen viel Spaß beim Reinschauen!

Wie es mit dem DIGITAL LEADER AWARD weitergeht? #intothedigitalcore!

Gerade in diesem besonders herausfordernden Jahr war es den Veranstaltern NTT und IDG wichtig - das zeigten die Schlussstatements der Geschäftsführer beider Partner, Kai Grunwitz (NTT) und Stefan Huegel (IDG) - die Erfolgsgeschichte des DIGITAL LEADER AWARD mit seinen nun insgesamt 457 Bewerbungen und 39 Preisträger:innen fortzuschreiben. Denn natürlich geht es mit dem Wettbewerb weiter! Zu wichtig ist es, die Rolemodels des digitalen Wandels im deutschsprachigen Raum sichtbar zu machen und eine Plattform für Wissensaustausch und Vernetzung zu bieten. Deshalb startet der DIGITAL LEADER AWARD im Januar 2021 unter dem Motto #intothedigtialcore in seinen nunmehr sechsten Jahrgang.

Kai Grunwitz (NTT) und Stefan Huegel (IDG) gaben die Fortsetzung des Award-Programms bekannt.
Kai Grunwitz (NTT) und Stefan Huegel (IDG) gaben die Fortsetzung des Award-Programms bekannt.

Dabei haben wir für all diejenigen, die uns und der Jury des Wettbewerbs im kommenden Jahr ihre Geschichte erzählen wollen, ein paar spannende Neuerungen in petto: Die Winners Night bekommt ein eigenes, kleines Konferenz-Format an die Seite gestellt. Damit wollen wir sicherstellen, dass wir neben der eigentlich Kür der Preisträger:innen auch mehr in die Tiefe der Einsendungen gehen, die Teilnehmer:innen entlang der vielen spannenden Digital-Stories vernetzen und schließlich auch Learnings und Fuck-ups aus den vielen Bewerbungen besser transportieren können.

Und nicht nur mit Blick auf die angebotenen Event-Formate wird sich etwas ändern, auch der Wettbewerb bekommt ein neues, zeitgemäßeres Gesicht. Statt wie in den vergangenen Jahren unsere Bewerber:innen danach zu fragen, was sie in Sachen digitaler Transformation gemacht haben, wollen wir 2021 wissen: Wo und wie wirkt das, was unsere Bewerber:innen in ihren Unternehmen und Organisationen machen? Mit diesem neuen, auf Funktion und Wirkung der Digital-Stories unserer Bewerber:innen ausgelegten Design wollen wir näher dran sein an der Realität der digitalen Transformation in den Unternehmen und Organisationen.

In welchen Kategorien sich Interessent:innen im kommenden Jahr bewerben können, werden wir in Kürze bekannt geben - behalten Sie also die Website des DIGITIAL LEADER AWARD, www.digital-leader-award.de, im Auge, um nichts zu verpassen!