Teamarbeit 2.0

So helfen Wikis weiter

14.11.2008
Von Susanne Collins
Firmen-Wikis stärken die Zusammenarbeit, entlasten den E-Mail-Verkehr und sammeln Wissen. Wer ihre Vorteile nutzen möchte, muss die Fallstricke kennen.

Enterprise 2.0, das ist mehr als der intensive Einsatz von RSS, Blogs, Tags oder Wikis. Hinzu kommen ein verstärktes Teamdenken im Allgemeinen sowie technische Lösungen wie VoIP, Instant Messaging und die Integration dieser Technologien und Strategien mit bestehenden vertikalen und horizontalen Geschäftsanwendungen. Teamarbeit bestimmt dabei vor allem die Wikis: Wenn Mitarbeiter gemeinsam an Dokumenten schreiben, überwinden sie viele althergebrachte Orts- und Formalitätshürden.

Firmeneigene Communities

Mitarbeiter der Telekom-Multimedia-Tochter in Dresden teilen ihr Wissen im unternehmenseigenen Wiki.
Mitarbeiter der Telekom-Multimedia-Tochter in Dresden teilen ihr Wissen im unternehmenseigenen Wiki.

Viele Unternehmen wollen sich immer dringlicher in Richtung Enterprise 2.0 entwickeln: So hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts International Data Corp. (IDC) unter 100 Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien vor kurzem gezeigt, dass 90 Prozent dieser Firmen moderne Kommunikationsmerkmale als sehr nützlich ansehen. Ein Beispiel ist die Möglichkeit, alle relevanten Dokumente und Mitteilungen innerhalb eines virtuellen Teams sofort zur Verfügung zu stellen. Fast ebenso viele Befragte - rund 86 Prozent - finden es sehr wichtig, sofort mit Kollegen in Kontakt treten zu können.

Aus genau diesen Gründen entwickelte T-Systems Multimedia Solutions ein unternehmenseigenes Team-Web mit verschiedenen integrierten Communities.

T-Systems Multimedia

  • Der Geschäftsbereich Multimedia Solutions ist innerhalb von T-Systems verantwortlich für Internet-basierende Lösungen für Großkonzerne, aber auch für mittelständische Unternehmen.

  • Zu den Dienstleistungen gehören die Entwicklung und der Betrieb von Portalen für alle Branchen sowie branchenübergreifender Lösungen für E-Commerce, Informations-Management oder Streaming.

  • Das Unternehmen belegt 2008 im sechsten Jahr in Folge den ersten Platz des New Media Service Rankings.

Abschied von Hierarchien

Diese Wikis beschäftigen sich gezielt mit Abläufen, Themen, Standorten oder strategischen Fragen sowie Arbeitsinteressen von Mitarbeitern. Die Anzahl der Communities lässt sich ohne weiteres erweitern. Das erste Wiki dieser Art im T-Systems Team-Web war das Stra-Wiki. Seit einigen Monaten nutzt die T-Systems-Tochter das Team-Web, um die Zusammenarbeit der 700 Mitarbeiter zu stärken.

Stefan Ehrlich, T-Systems: "Wir wollen weg von der reinen Top-down-Kommunikation."
Stefan Ehrlich, T-Systems: "Wir wollen weg von der reinen Top-down-Kommunikation."

Derzeit kommunizieren zehn Prozent auf diese neue Art, und es werden täglich mehr. Stefan Ehrlich, Leiter des Bereichs Content und Collaboration Solutions, ist parallel als Prozess-Manager Wertsicherung und Lernen verantwortlich für das Team-Web. Für ihn gehört ein solches Werkzeug zur Strategie eines zukunftsorientierten Unternehmens: "Wir wollten weg von der reinen Top-down-Kommunikation, die dem Wachstum des Unternehmens geschuldet ist. Das Team-Web ist Kommunikationswerkzeug für alle Mitarbeiter."

Peter Klingenburg, Geschäftsführer bei T-Systems Multimedia Solutions, fügt hinzu: "Im Team-Web kann jeder seine Meinung kundtun, sein Wissen teilen oder einfach nur mit dem Tool arbeiten. So tragen wir - und zwar wir alle - kontinuierliche Verbesserung in die Firma hinein - das ist Wissens-Management 2.0, und spannend ist es obendrein."

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