Enterprise Augmented Reality

PTC kauft IP vom AR-Startup RE'FLEKT

14.02.2022
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Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der PTC-Geschäftsbereich Vuforia sichert sich weitere Expertise im Bereich Augmented Reality - und interessante Kunden im Business und Industriebereich.
Gleich und gleich...: PTC Vuforia und RE'FLEKT beschäftigen sich mit ähnlichen AR-Use-Cases.
Gleich und gleich...: PTC Vuforia und RE'FLEKT beschäftigen sich mit ähnlichen AR-Use-Cases.
Foto: RE'FLECT

Das 2012 gegründete Unternehmen RE'FLEKT mit Hauptsitz in München hat sich mit RE'FLEKT One, einer Lösung für Arbeitsanweisungen und visuelle Führung, und RE'FLEKT Remote, einer Lösung für Remote Collaboration, einen Namen gemacht. Zu den Kunden (und teilweise auch Investoren) des rund 60-köpfigen Teams gehören so namhafte europäische Unternehmen wie ABB, BASF, Bosch, Prosegur, Roche, Siemens oder Volvo.

Warum PTC RE'FLEKT kauft

Diese Positionierung war wohl ausschlaggebend dafür, dass PTC, mit dem Geschäftsbereich Vuforia ebenfalls im Bereich Augmented Reality tätig, nun mit RE'FLEKT eine Vereinbarung über den Erwerb des geistigen Eigentums getroffen hat. Im Rahmen des Deals wechseln auch RE'FLEKT-Gründer Wolfgang Stelzle, CMO Dirk Schart und andere Teammitglieder zu PTC. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekanntgegeben.

Außerdem hat sich die Göppinger Teamviewer AG nach ihrem Börsengang im vergangenen Jahr und Zukäufen im Enterprise-AR-Bereich wie Ubimax und Upskill zu einem ernsthaften Konkurrenten für Vuforia entwickelt. In einer kürzlich veröffentlichen Studie zu AR-Plattformen für Unternehmen von ABI Research konnte sich PTC nur knapp vor Teamviewer an der Spitze platzieren und lag im europäischen Vergleich auf Platz 1.

Zu RE'FLEKT, das im Marktvergleich auf dem siebten Platz landete, erklärte ABI Research, das Unternehmen zeige starke Leistungen bei der Umsetzung, schwächele jedoch etwas in punkto Innovation. Dies demonstriere ein bewährtes Portfolio und Marktreife, allerdings fehlten fortschrittlichere und in die Zukunft gerichtete Wertschöpfungen, mit denen sich die Konkurrenz beschäftige. ABI führte dies aber zumindest teilweise auf die Marktdynamik während der COVID-Pandemie zurück.