Smartes Licht im Test

Philips Hue mit Alexa, Google Home, Elgato, Apple Homekit

02.09.2017
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Philips Hue bringt immer und zu jedem Anlass das richtige Licht in Ihre Wohnung. Das klappt auch im Zusammenspiel mit Amazon Echo/Alexa, Google Home, Elgato und Apple Homekit/Siri: Smartes Licht gibt es damit systemübergreifend und per Sprachsteuerung. Ein Test.
Philips Hue im Test mit Alexa, Google Home, Elgato und Apple Homekit: Smartes Licht systemübergreifend.
Philips Hue im Test mit Alexa, Google Home, Elgato und Apple Homekit: Smartes Licht systemübergreifend.
Foto: IDG

Mit dem Philips Hue White und Color Ambiance E27 LED-Lampen-Starterset inklusive Bridge bringen Sie für knapp über 150 Euro stimmungsvolles und zu verschiedenen Anlässen passendes Licht in Ihre Wohnung oder in Ihr Haus.

Lieferumfang und Zubehör

Das Starterset besteht aus einer Bridge - das Gateway von Philips Hue, das Sie mit Ihrem Router verbinden - und drei farbigen Leuchten, die natürlich auch weißes Licht abgeben können. Jede Hue-Leuchte besitzt mehrere rote, grüne und blaue LED-Chips, die gemeinsam weißes Licht oder eine beliebige Farbmischung erzeugen. Sie können alle Hue-Leuchten dimmen.

Die Hue-Bridge wird mit dem Router verbunden. Die Bridge benötigt eine eigene Stromversorgung.
Die Hue-Bridge wird mit dem Router verbunden. Die Bridge benötigt eine eigene Stromversorgung.
Foto:

Die Bridge wird per LAN-Kabel mit dem Router verbunden und die drei Hue-Leuchten kommunizieren über Zigbee Light Link mit der Hue-Bridge. Die Hue-Leuchten kommunizieren übrigens nicht nur mit der Bridge via Zigbee-Funkstandard, sondern auch untereinander. Jede Hue-Leuchte arbeitet also auch als Repeater.

Die Anschlüsse der Hue-Bridge.
Die Anschlüsse der Hue-Bridge.

Für GU10 Lampenfassungen gibt es ein separates Starterset. Und für E14-Sockel gibt es seit April 2017 ebenfalls passende Hue-Leuchten.

Die Hue-Leuchten.
Die Hue-Leuchten.
Foto:

Falls Sie ohnehin nur weißes Licht verwenden wollen, können Sie auch zum preiswerteren Philips Hue White E27 LED-Lampen- Starterset inklusive Bridge greifen. Wobei "preiswert" relativ ist: Die Welt von Philips Hue ist nie günstig; wenn Sie Ihr Starterset um weitere Leuchten ergänzen wollen, wird das immer teuer. Eine einzige zusätzliche Farbleuchte kostet rund 47 Euro und ein zusätzlicher Lightstrip fast 63 Euro. Hue ist also definitiv kein Schnäppchenangebot für das Smart Home.

Sie können auch noch eine Fernbedienung alias Wireless Dimming Schalter dazukaufen (dieser ist nicht im Starterkit enthalten), falls Sie zur Bedienung der Leuchten nicht ausschließlich auf Smartphone oder Tablet setzen wollen. Falls Sie sich das unten erwähnte Dimming Kit gekauft haben, besitzen Sie bereits eine solche Fernbedienung, die Sie auch für die Leuchten aus dem Starterset verwenden können.

Übrigens: Wenn Sie die Hue-Leuchten ohne Bridge einschalten, dann leuchten sie weiß mit voller Helligkeit.

Die Integration macht's

Spannend wird Philips Hue besonders im Zusammenspiel mit Amazon Echo/Alexa oder Apple Homekit sowie Google Home. Dann können Sie nämlich per Sprachbefehl Leuchten ein- und ausschalten und die Lichtfarbe ändern.

Außerdem können Sie Philips Hue in andere Homekit-Lösungen, beispielsweise von Elgato, integrieren. Auch Bosch Smart Home setzt auf Philips Hue als Lichtlösung, ebenso wie Eon Plus, der neue Stromtarif mit Smart-Home-Komponenten. Die Hue-Bridge dient dann als Vermittler zwischen dem Mesh-Netzwerk der Hue-Leuchten und anderen Internetdiensten inklusive der Protokolle von Alexa, Homekit, Bosch & Co.

Tipp: Falls Sie erst einmal in Philips Hue hineinschnuppern wollen, geht das mit dem Philips Hue Wireless Dimming Kit für knapp 36 Euro, dem auch eine Fernbedienung beiliegt. Die einzelne Leuchte aus diesem Dimmer Kit sowie der Dimmer lassen sich mit der Bridge koppeln, Sie können also das Dimmer Kit durch den Kauf des Startersets mit Bridge erweitern (siehe weiter unten). Wir stellen das Dimming Kit hier ausführlich vor.

Inbetriebnahme

Die Installation der Bridge und der drei Leuchten ist denkbar einfach. Sie schrauben zunächst die drei Leuchten in drei freie E27-Fassungen und schalten die Lampen ein. Dann verbinden Sie die Bridge mit Strom und dem WLAN-Router. Laden Sie sich dann die Philips Hue-App für iOS oder Android herunter und folgen den Anweisungen der App, die Sie Schritt für Schritt durch die Installation führt. Dabei können Sie die Hue-Leuchten beliebig in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus in verschiedenen Räumen verteilen. Denn mit Hue können Sie problemlos das Licht im ganzen Haus steuern und sind nicht auf bestimmte Räume beschränkt. Immer vorausgesetzt, es befinden sich Hue-Leuchten in allen Zimmern.

Die Hue-App.
Die Hue-App.

Eine Hue-Leuchte hat eine Helligkeit von 806 Lumen, wenn sie voll aufgedreht ist. Die Leistungsaufnahme einer Leuchte liegt voll aufgedreht bei 10 Watt. Die Hue Bridge braucht im Betrieb 1,6 Watt.