Social Media und Unternehmen

Firmenprofile bei Google+ erstellen

18.03.2012
Von 
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.

Blogger zeigen sich mäßig begeistert

Foto: Fotolia, m.schuckart

Wenig begeistert von den Unternehmensseiten bei Google+ zeigen sich auch die Blogger aus dem Euroweb: "Bisher sind die Google+-Pages nicht mehr als ein wenig erweiterte private Profile. Ihnen fehlen zurzeit noch die Individualisierungsmöglichkeiten durch Apps und zusätzliche Tabs wie bei Facebook Fanpages. Unternehmen können sich so momentan nur schwer mit ihrem Auftritt bei Google+ von anderen abheben."

Und im Blog SEO-News, der sich in einem Beitrag dezidiert mit den Vor- und Nachteilen der Unternehmensseiten auseinandersetzt, heißt es im Fazit: "Im Grunde ändert sich erst einmal nichts für Unternehmen. Abgesehen davon, dass ein neuer Kommunikationskanal dazu gekommen ist."

Wer sich dort engagiere, müsse wissen, dass bei Google+ die Kommunikation im Vordergrund stehe, nicht die Präsentation. Das deckt sich mit den Einschätzungen anderer Blogger. Google+-Seite seien dann unsinnig, wenn dem Social-Media-Verantwortlichen nach zwei Monaten die Themen ausgingen oder es keine Ressourcen gebe, um auf die Fragen und Erwartungen der Nutzer einzugehen, heißt es in den SEO-News.

Kein "Game Changer"

"Google+-Unternehmensseiten sind kein Game Changer", so das Fazit. "Sie sind eine interessante, neue Möglichkeit, mit Konsumenten in Kontakt zu treten. Nutzen sollte man diesen neuen Kanal nur, wenn er in die Social-Media-Strategie passt".

Vergleichsweise begeistert gibt sich dagegen die Telekom-Austria, die auf ihrer Newsseite von einem "unglaublich tollen Start" der Unternehmensseiten bei Google+ spricht. Wünsche an das neue Angebot gibt es dennoch: So sei es nötig, mehrere Administratoren zuzulassen, was gerade bei pflegeaufwändigen Firmenseiten eine wichtige Option ist. Auch das Verwalten von Seite und Content von mobilen Geräten aus sei bisher nicht möglich, heißt es auf dem Wunschzettel von Telekom Austria.

Dort taucht auch der Wunsch auf, die Seiten mit sprechenden Titeln zu versehen. Was bei Facebook etwa http://www.facebook.com/COMPUTERWOCHE heißt, trägt bei Google+ einen völlig unverständlichen Titel wie "plus.google.com/104276694947832581317".

Zu diesen Wünschen kommen weitere: die Integration von Youtube in Google+, die bisher weitgehend fehlende Möglichkeit, mit Google-Analytics den Traffic auf den Firmenseiten zu messen sowie offene Schnittstellen für das Programmieren eigener Anwendungen.