DAU trifft Admin

Die dümmsten IT-Support-Anfragen

11.07.2020
Von  und
Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 20 Jahren. Langweilig? Nein, sie entdeckt immer neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und im eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisiert.


Florian beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.

5. Sprachprobleme, Teil 1: Der Schwanz

Der User Help Desk in einer großen Versicherung. Eine Anwenderin ruft an und bittet verzweifelt um Unterstützung. Die Rechner seien vor kurzem von der rechten auf die linke Tischseite verschoben worden - nun würden neue Mäuse benötigt, denn: "Die Schwänze unserer Mäuse sind zu kurz".

Eine Maus mit einem Schwanz? Nicht ganz richtig.
Eine Maus mit einem Schwanz? Nicht ganz richtig.
Foto: Heino Pattschull - Fotolia.com

In diesem Moment musste der Support-Mitarbeiter kurz das Mikrophon stumm schalten, um der Anwenderin nicht ins Ohr zu lachen: "Nach der Erklärung, dass wir die Schwänze im Fachjargon allgemein Kabel nennen, war ihr das dann wohl auch peinlich."

6. Von Schiffsschrauben und Gießkannen

Eine etwas eingeschüchterte Anwenderin ruft den Support-Mitarbeiter an und stammelt, dass Sie wohl großen Mist gebaut hat - ihr Rechner ginge nicht mehr. Auf die Nachfrage, was denn genau passiert sei, antwortet sie:

"Nun, mein Rechner war immer so laut - da habe ich mir den einfach mal angesehen. Dabei habe ich festgestellt, dass es da hinten, wo es aussieht wie eine Schiffsschraube, (Anmerkung: sie meinte das Netzteil respektive den Netzteillüfter) ganz staubig ist. Dann habe ich gedacht, dass es so aussieht wie ein Propeller. Ich habe ich die Gießkanne genommen und etwas Wasser drauf gegossen. Dann hat es geknallt. Seitdem geht der Rechner nicht mehr."

In diesem Moment war dem Support-Mitarbeiter nicht klar, ob die Anwenderin ihn veräppeln will. Aber der vorausgeschickte Vor-Ort-Service bestätigte den Zustand des Rechners: Nass und sehr kaputt.

7. Die Folgen des Stromsparens

In einem Unternehmen gilt die Vorgabe, dass alle Mitarbeiter am Ende eines Arbeitstages Drucker und Bildschirme ausschalten, um Energie und damit Geld zu sparen. An einem Freitag macht der einzige Mitarbeiter der IT-Abteilung nochmal die Runde, um zu überprüfen, ob auch alle Geräte ausgeschaltet sind. Waren sie aber nicht. Also erledigte das der IT-Profi.

Sein Eifer wurde am Montagmorgen gleich bestraft: Von 40 Mitarbeitern riefen 25 bei ihm an - alle mit der Bitte, er solle sich den PC oder den Drucker anschauen, weil entweder der Bildschirm beim Einschalten schwarz blieb oder der Drucker eben nicht druckte.