MWC 2019: Per Mausklick zur KI-Lösung

Accenture stellt Applied Intelligence Platform vor

27.02.2019
Von 
Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Auf dem MWC 2019 (Mobile World Congress) hat Accenture seine Applied Intelligence Platform vorgestellt. Das Tool soll Anwendern die Transformation ihrer Unternehmen mit Hilfe von KI erleichtern.
Ganz im Zeichen der angewandten KI steht der Messeauftritt von Accenture.
Ganz im Zeichen der angewandten KI steht der Messeauftritt von Accenture.
Foto: Hill

Egal, ob Raumfahrt, die Versorgung älterer Menschen oder Chat-Bots, der Messeauftritt von Accenture auf dem MWC in Barcelona stand ganz im Zeichen der angewandten KI. Zur leichteren Entwicklung entsprechender KI-Anwendungen stellte Accenture in Barcelona seine Applied Intelligence Platform vor.

Pflanzenzucht im All mit AI-Unterstützung.
Pflanzenzucht im All mit AI-Unterstützung.
Foto: Hill

Mit der neuen Plattform sollen Unternehmen in der Lage sein, vorkonfigurierte, selbstlernende Branchenlösungen selbst anzuwenden und neue Lösungen zu entwickeln, ohne dass ein fundiertes datenwissenschaftliches Fachwissen erforderlich ist. Die Applied Intelligence Platform baut auf der Accenture Insight Platform auf und verknüpft die Lösung mit Edge Analytics und Internet-of-Things(IoT)-Diensten sowie dem Zugriff auf mehr als 350 Datenquellen, die alle über eine On-Demand-Plattform mit einfach verständlichem Code zugänglich gemacht werden.

"Unsere Applied Intelligence Platform ermöglicht die KI-gestützte Transformation in großem Maßstab, da Kunden in der Lage sein werden, KI systematisch in ihren Betrieb einzubetten - vom Edge-Device bis zur Cloud", unterstreicht Mike Sutcliff, Group Chief Executive bei Accenture Digital, die Bedeutung der Plattform.

Mit dem AI Fairness Tool kann verhindert werden, dass die KI diskriminierend lernt.
Mit dem AI Fairness Tool kann verhindert werden, dass die KI diskriminierend lernt.
Foto: Hill

Wie einfach das geht, demonstriert Accenture in Barcelona am Beispiel eines Chat-Bots. Per Mausklick könne sich die Anwender auf einer grafischen Oberfläche eine entsprechende Bot-App zusammenklicken - also quasi im Low-Code-Development-Ansatz. Dank der in der Plattform hinterlegten Module und Services können die User dabei einen Best-of-Breed-Ansatz verfolgen. Etwa je nach Region in Abhängigkeit der Performance einen anderen KI-Anbieter auswählen, also beispielsweise für Deutschland IBM Watson und wenn die App in Großbritannien benutzt wird etwa Google. Das Gleiche gilt für Themen wie Text to Speech oder Speech to Text. Ebenso stehen für verschieden Branchen und Anwendungsfälle vorgefertigte Module zur Verfügung.

Damit die KI-Anwendung dann wirklich vorurteilsfrei agiert und Entscheidungen trifft, hat Accenture das AI Fairness Tool im Portfolio. Es soll verhindern, dass - wie in den USA passiert - die KI-Lösung ein diskriminierendes Verhalten im Zuge des Machine Learning an den Tag legt. So kann die Bedeutung der unterschiedlichsten Parameter - beispielsweise Geschlecht oder Rasse - gewichtet werden. Quasi in Echtzeit kann so gesehen werden, wie sich die unterschiedliche Gewichtung der Parameter auf das künftige Verhalten der KI auswirkt.