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Wo finde ich den passenden Web-Speicher?

06.11.2008
Speicherplatz im Web bietet viele Vorteile. Verschiedene Dienste buhlen um die Daten des Kunden: Preis, Leistung und Sicherheit machen den Unterschied.

Die Festplatte des Rechners zu Hause ist riesig. Aber was bringt das dem Nutzer, wenn er unterwegs spontan auf Dokumente zugreifen oder Fotos vorführen will? Wer für solche Fälle nicht immer die externe Festplatte oder einen Memorystick im Gepäck haben will, für den sind "Web-Platten" eine Alternative: persönlicher Speicher im Netz, auf den sich von quasi jedem Rechner aus zugreifen lässt. Die entsprechenden Angebote sind leicht zu handhaben, aber vor allem das Ablegen von Daten nimmt oft noch viel Zeit in Anspruch. Und auch das Thema Sicherheit sollten die Nutzer ernst nehmen.

Speicher im Netz bekommen Anwender zum Beispiel, wenn sie sich für die kostenpflichtigen Varianten bestimmter Webmail-Dienste wie den Web.de Club oder GMX ProMail entscheiden. Bei Gmx etwa gibt es in der kostenlosen Variante ebenfalls etwas Web-Platz. Auch wer einen DSL-Vertrag abschließt, bekommt mitunter Online-Speicher dazu, sagt Holger Bleich von der in Hannover erscheinenden Zeitschrift "c't". Hinzu kommen Spezialdienste wie Wuala, Dropbox, Humyo, Box.net, DropBoks, MyDrive oder auch Xdrive, hinter dem AOL steht.

"Immer mehr Anbieter gehen dazu über, eine bestimmte Kapazität umsonst anzubieten - und alles darüber hinaus muss bezahlt werden", sagt Peter Knaak, Computerexperte der Stiftung Warentest in Berlin. Bei Xdrive zum Beispiel gibt es 5 Gigabyte (GB) umsonst, wer 50 GB haben möchte, bezahlt 9,95 Dollar (knapp acht Euro) pro Monat. Humyo bietet 10 GB gratis an und verlangt für 100 GB vom zweiten Monat an
12,99 Euro, für 250 GB knapp 26 Euro. Bei manchen Diensten wie Microsofts Skydrive gibt es nur die Gratis-Variante (hier: 5 GB).

Ein Sonderfall ist Wuala, wie die in Düsseldorf erscheinende Zeitschrift "PC Praxis" erklärt (Ausgabe 11/2008): Der Anbieter hat an sich zwar nur 1 GB Speicher umsonst im Programm - für mehr muss bezahlt werden. Weil der Dienst aber wie Tauschbörsen nicht über einen zentralen Server, sondern nach dem Peer-to-Peer-Prinzip funktioniert, können sich Nutzer, die einen Teil ihrer Festplatte für das Netzwerk freigeben, weiteren Onlinespeicher hinzuverdienen.

Trotz eines solchen Angebots: Insgesamt sind die Online-Speicher derzeit nicht gerade billig - vor allem dann nicht, wenn man sie mit den Verkaufspreisen externer Festplatten vergleicht. Für die Zukunft können sich Nutzer nach Holger Bleichs Worten zwar nicht auf fallende Preise einstellen, aber auf mehr Speicher fürs gleiche Geld - ganz ähnlich wie auch bei den externen Festplatten.

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