Corona-Lektionen

Was ein Geschäftsführer empfiehlt

18.05.2020
Von 
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.
Wer kann, hat in Deutschland seine Mitarbeiter ins Homeoffice umgesiedelt – wie Rackspace, ein Unternehmen für Managed Cloud Services, das verschiedene Initiativen ins Leben gerufen hat - etwa einen zusätzlichen freien Tag.

"Wir wissen, dass diese Zeit ein Stresstest der ganz anderen Art für unsere Mitarbeiter ist und sich auf jeden von uns auswirkt, sowohl körperlich als auch mental", erzählt Jürgen Stauber, seit diesem Frühjahr General Manager DACH bei Rackspace. Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter habe höchste Priorität.

Der neue DACH-Chef von Rackspace, Jürgen Stauber, war zu seinem Start bei seinem neuen Arbeitgeber mit ungewohnten Herausforderungen konfrontiert.
Der neue DACH-Chef von Rackspace, Jürgen Stauber, war zu seinem Start bei seinem neuen Arbeitgeber mit ungewohnten Herausforderungen konfrontiert.
Foto: Rackspace

Daher hat sein Arbeitgeber den 'Racker Wellness Day ' eingeführt, an dem Mitarbeiter "Energie tanken und sich auf sich selbst konzentrieren können", so Stauber. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Wochen hat er aufgeschrieben, wie man am besten durch diese Zeiten kommt, und diese in drei Punkten zusammengefasst:

- Bleiben Sie in Verbindung: Verbinden Sie sich mit anderen Menschen – und bringen Sie Interaktion und Spaß in Ihre tägliche Routine. Nehmen Sie sich eine wohlverdiente Auszeit, um zu entspannen und mit bekannten Gesichtern in Kontakt zu treten, die Sie gerade nicht live sehen können. Rackspace etwa bietet mit „Rack-reation“ eigene Video-Call-Sessions mit einem Quiz oder anderen Spielen an. Darüber hinaus gibt es den sogenannten „Tea and Talk“, bei dem sich Mitarbeiter über Themen wie Achtsamkeit und ganz allgemein die Pflege der mentalen Gesundheit austauschen können.

- Helfen und unterstützen Sie: Anderen zu helfen, kann für die Gemeinschaft einen großen Unterschied bedeuten und hebt zugleich auch Ihre Stimmung. Bei Rackspace beispielsweise gibt es ohnehin eigens Zeiten für Freiwilligenarbeit – je Racker 100 Stunden. Aktuell können Mitarbeiter diese Stunden in Initiativen rund um Covid-19 investieren, selbstverständlich unter Beachtung der Hygiene- und Sicherheitsstandards – und wenn sie selbst nicht zur Risikogruppe zählen.

- Sprechen Sie über Ihre Sorgen: Wir alle müssen mit den Umständen dieser schwierigen Zeit zurechtkommen. Sie sind also nicht allein. Mit anderen zu sprechen, Erfahrungen auszutauschen und sich zu öffnen, kann helfen. Sprechen Sie mit Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen. Bei Rackspace sind beispielsweise verschiedene Gruppen aktiv, in denen jeder Anknüpfungspunkte findet – sei es in der Power-Gruppe (Gleichberechtigung und Stärkung von Frauen in der Arbeitswelt), der Gruppe „Together“ (Mitglieder der LGBTQ+ Community) oder weiteren. Nutzen Sie Chats und Videotelefonie, um auch in Zeiten der stark eingeschränkten sozialen Interaktion in Kontakt zu bleiben. Und: Scheuen Sie sich nicht, auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.