Digitales Lernen

Video Learning im B2B-Umfeld

14.11.2018
Von 
Marita Bäumer ist freie Autorin in München.
Videobasiertes Lernen setzt sich zunehmend auch im B2B-Bereich durch, weil immer mehr Unternehmen die audiovisuelle Schulung von Mitarbeitern mittels Video-Tutorials für sich entdecken. Der Vorteil: Betriebe steigern so ihre Produktivität, während Mitarbeiter die Videos orts- und zeitunabhängig ansehen können.

Die repräsentative Trendstudie "mmb Learning Delphi 2017/2018" hat untersucht, wie sich der Markt rund um Weiterbildung und digitales Lernen in den kommenden drei Jahren entwickeln wird. Im Ergebnis bezeichnet die Studie Erklärfilme als "Umsatzbringer der Stunde" und als wahre "Cash-Cows". 89 Prozent der Befragten halten sie künftig für kommerziell aussichtsreich. Höher fällt die Zustimmung bei keinem anderen Werkzeug des digitalen Lernens aus. Gestützt werden die Ergebnisse auch durch die Studie "Der Mehrwert von Video- und Bildmaterial", die im Auftrag des Softwareherstellers TechSmith erarbeitet wurde. Sie ermittelt einen Zugewinn an Produktivität und nennt konkrete Zahlen: Die Produktivität von Firmen lässt sich der Erhebung zufolge mit Hilfe von Video- und Bildmaterial in der Kommunikation am Arbeitsplatz weltweit jährlich um knapp 24 Milliarden Dollar steigern.

Video-Tutorials werden von realen Beratern produziert, die man im Video sieht und später bei den Vor-Ort-Schulungen auch persönlich kennenlernt.
Video-Tutorials werden von realen Beratern produziert, die man im Video sieht und später bei den Vor-Ort-Schulungen auch persönlich kennenlernt.
Foto: Scopeviseo

Kein Wunder also, dass das bewährte Prinzip des videobasierten Lernens auch im B2B-Umfeld immer mehr Verbreitung findet und Unternehmen mit entsprechenden Angeboten auf den Markt gehen. So auch Scopevisio: Der Bonner Anbieter von Cloud-Unternehmenssoftware hat mit "video2know" eine Medien- und Kommunikationsplattform für videobasiertes Lernen eröffnet. Er nutzt die Plattform bei der Implementierung seiner Cloud-Software bei Kunden selbst als Schulungsinstrument. Mit der Methode "Flipped Training" vereint der Anbieter dabei folgende Ansätze und Kommunikationskanäle zur Vermittlung der Wissensinhalte:

  • Video-Tutorials im "YouTube-Stil": Sie vermitteln das nötige Software-Basiswissen, das sich Nutzer nach einem individuellen, ihrer Funktion und Position entsprechenden und perfekt in ihren Arbeitsalltag integrierten Zeitplan aneignen. Pflichtvideos geben hierbei die Lernschritte für jeden Anwender individuell vor. Nach der Einführung dienen die Tutorials als digitales Nachschlagewerk.

  • Training vor Ort: Dieses vertieft das Basiswissen im direkten Austausch mit dem Berater. Dabei findet auch eine Prozessberatung statt, bei der Optimierungspotenziale in Geschäftsabläufen identifiziert werden. Ergänzt wird das Programm durch ein Expertennetz von Professional-Service-Mitarbeitern, Anwendern, Partnern und externen Interessenten - kombiniert mit neuen interaktiven Formaten wie "Der digitale Trainer". Dieser bietet Community-Technologien, womit Nutzer von einem tiefgehenden und kontinuierlichen fachlichen Austausch sowie einer dauerhaften Aus- und Weiterbildung profitieren.

Katrin Staudinger, Head of Communications bei Q.One Technologies aus Essen, einem der ersten Unternehmen, die Flipped Training genutzt haben, meint dazu: "Besonders gefällt uns die persönliche Komponente. Denn die Video-Tutorials werden von realen Beratern produziert, die man im Video sieht und später bei den Vor-Ort-Schulungen auch persönlich kennenlernt. Es entsteht also sofort eine vertraute Ebene, die die Zusammenarbeit intensiv und angenehmen macht."

Fazit

Video-Tutorials - kombiniert mit einem cleveren Trainingskonzept- können die Softwareeinführung beschleunigen, da sie Lernen individualisieren und Lerninhalte wiederholbar zur Verfügung stellen. Erste Erfahrungen von Scopevisio zeigen, dass sich durchschnittlich zwei Beratertage vor Ort einsparen lassen.