Datenschutz im Web

So gehen Sie richtig mit Kundendaten um

10.10.2013
Von 


Simon Hülsbömer betreut als Senior Project Manager Research Studienprojekte in der IDG-Marktforschung. Zuvor verantwortete er als Program Manager die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT - inhaltlich ist er nach wie vor für das "Leadership Excellence Program" aktiv. Davor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Noch wurde die EU-Cookie-Richtlinie nicht in geltendes deutsches Recht umgewandelt. Trotzdem tun Unternehmen gut daran und sind gewappnet, wenn sie sich schon jetzt an ihre Bestimmungen halten.
Datenschutz ist im Online-Business ein Muss.
Datenschutz ist im Online-Business ein Muss.
Foto: m00osfoto, Shutterstock.com

Besonders Website-Betreiber, die Daten ihrer Nutzer und Kunden erheben und verarbeiten, um diese Marketing- und CRM-Zwecken zuzuführen, kommen bei den unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen in diversen Ländern schnell in den Wald. Die Verschärfung der datenschutzrechtlichen Vorschriften durch die Umsetzung der EU-Privacy-Richtlinie (auch Cookie-Richtline genannt) in deutsches Recht steht zudem demnächst irgendwann bevor - auch wenn die Frist zur Umsetzung bereits im Mai 2011 abgelaufen ist. Wichtigste Neuerung: Das bisherige Opt-out-Verfahren für die Datenerfassung (der Nutzer muss aktiv bestätigen, dass er keine Datenerfassung wünscht) soll durch das Opt-in-Verfahren ersetzt werden (der Nutzer muss dann aktiv bestätigen, dass er eine Datenerfassung wünscht - also das Setzen eines Cookies auf seiner Festplatte selbst herbeiführen).

Peter Schaar meint, dass die EU-Cookie-Richtlinie in Deutschland bereits angewendet werden könnte.
Peter Schaar meint, dass die EU-Cookie-Richtlinie in Deutschland bereits angewendet werden könnte.
Foto: REGIERUNGonline / Denzel

Auch wenn die Umsetzung in Deutschland noch auf sich warten lässt, vertritt der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, die Auffassung, dass die EU-Richtlinie von den deutschen Datenschutzbehörden in der bestehenden Form anwendbar sind. Damit Website-Betreiber auf der sicheren Seiten und für alle Eventualitäten gewappnet sind, hat der Webanalyse-Anbeiter etracker sieben Tipps als Orientierungshilfe zusammengestellt:

Ein ordnungsgemäßer und transparenter Umgang mit Nutzerdaten sollte im Interesse eines jeden Unternehmens liegen - nicht nur aus rechtlichen Gründen. Mitarbeiter oder Dritte, die falsch mit Daten umgehen - ob auch Nachlässigkeit oder gar Vorsatz - können einem Unternehmen enormen Schaden zufügen, wenn Aufsichtsbehörden oder Wettbewerber Wind davon bekommen. Zudem ist Online-Business Vertrauenssache. Ein Anbieter, der intransparent oder gar rechtswidrig mit Kundendaten umgeht, ist nicht vertrauenswürdig. Transparenz und guter Datenschutz dagegen sind Verkaufsargumente und wichtige Bausteine für den Online-Erfolg.