Überwachungskamera für Smart Home

Smart-Home-Überwachungskamera Somfy One+ im Test

Mittlerweile ist Markus Schelhorn aber mehr als nur Journalist für Print-Medien. Seine journalistischen Kenntnisse hat er ausgebaut in Richtung redaktionelles SEO sowie Themenfindung nach SEO-Relevanz. Zudem hat er Erfahrung im Social-Media-Management. Seine Leidenschaft für Fotografie und Filmen kann er gut in seine Arbeit integrieren. Obwohl er Technik-Geek ist - "typisch Mann eben" - interessiert ihn beim Fotografieren vor allem das Nicht-technische - denn das Spannende ist, wie man mit Fotos Geschichten erzählen kann. Mehr dazu finden Sie auf seiner Website www.gut-fotografieren.de
Die Smart-Home-Überwachungskamera Somfy One+ ist unkompliziert und bietet viele Funktionen. Aber ohne Abo und WLAN nutzt einem diese Überwachungskamera wenig. Ein Test.

Die Überwachungskamera Somfy One+ ist per iPhone (und Android-Smartphone) leicht zu bedienen und bietet einige nützliche Funktionen, die sie für viele interessant macht. Somfy selber preist die schicke, knapp elf Zentimeter hohe Internet-Überwachungskamera als „Die All-in-One-Sicherheitslösung“ an.

Über die iPhone-App SomfyProtect lassen sich mehrere Somfy-One-Überwachungskameras, Somfy Security Camera, Vibrations- und Öffnungsdetektoren für Fenster oder Türen, Bewegungsmelder, Innen- und Außensirenen konfigurieren. Kurz: Ein komplettes Anwesen kann man so mit einer Alarmanlage versehen, die über das Internet steuerbar ist und Smart-Home-Geräte wie beispielsweise Amazon Echo oder Nest-kompatible Produkte.

Der empfohlene Verkaufspreis des Somfy One, den es entweder in Weiß oder Schwarz gibt, liegt bei 249 Euro. Das Somfy One+, das zusätzlich mit einer Fernbedienung und einem Erschütterungssensor für Türen oder Fenster geliefert wird, kostet 399 Euro. Hier erfahren Sie die aktuellen Preise des Somfy One und Somfy One+ auf Amazon.

Grund genug für uns, diese Überwachungskamera einmal genauer anzuschauen. Unser Testszenario ist ein Büro und ein Kollege wurde unfreiwillig mit einem Einbrecher verwechselt. Doch dazu später mehr, erst einmal ein Überblick, was das Somfy One+ so alles kann.

Die Kamera im Überblick

Die Kamera löst 1080p auf und bietet ein sehr breites Blickfeld von 130 Grad. Somit lässt sich, in die Ecke gestellt, beinahe ein kompletter Raum abbilden. Der Clou: Im Privat-Modus versetzt verschließt eine Klappe automatisch das Objektiv. Eingebaut ist ferner ein Lautsprecher und ein Mikrofon. So lässt sich die Somfy One+ auch als Babyphone einsetzen oder potentielle Einbrecher darüber informieren, dass die Polizei schon auf dem Weg sei. Sollte bei einem Alarm die Sirene des Somfy One ausgelöst werden, dann dürfte sie mit ihrem schrillen Ton und angegebenen 90 dB mögliche Einbrecher durchaus verscheuchen.

Schaltet man die Überwachung aus, verschließt automatisch eine Klappe die Kamera.
Schaltet man die Überwachung aus, verschließt automatisch eine Klappe die Kamera.
Foto: Somfy

Die Unterseite des Somfy One. Die Überwachungskamera kann einen Alarmton mit einem Schalldruck von 90 dB ausgeben.
Die Unterseite des Somfy One. Die Überwachungskamera kann einen Alarmton mit einem Schalldruck von 90 dB ausgeben.
Foto: Somfy

Schnell und bequem per iPhone eingerichtet

Die Überwachungskamera braucht einen Internet-Zugang um die Daten in den Cloud-Dienst von Somfy zu speichern – und natürlich für das Live-Bild, das man auf dem iPhone betrachten kann. Dazu wird die Somfy One mit dem WLAN verbunden. Eine andere Art der Internet-Verbindung, beispielsweise per Ethernet-Kabel oder Mobilfunk, bietet das Somfy One+ nicht. An Orten ohne WLAN ist diese Überwachungskamera daher nutzlos. Die Einrichtung gelingt mit der iPhone-App sehr leicht.

Sehr knapp ist allerdings die gedruckte Installationsanweisung. Sie beschränkt sich auf ein dünnes Heftchen. Wie man den Bewegungsmelder für Fenster oder Türen (IntelliTag) oder die Fernbedienung konfiguriert, ist in dem Installationsheftchen nicht beschrieben. Beide Zusatzgeräte, die 49,99 Euro beziehungsweise 29,99 Euro kosten, sind bei dem Somfy One+ mitgeliefert und durchaus praktisch. Beide Geräte muss man übrigens wie die Überwachungskamera auch in der App SomfyProtect unter „Einstellungen > Meine Ausrüstung“ konfigurieren. Das geschieht dann Dank Schritt-für-Schritt-Anleitung sehr leicht – aber wissen müsste man es vorher.

Unter "Einstellungen > Meine Ausrüstung" kann man mehrere Somfy-Überwachungskameras sowie Zusatzgeräte wie einen Vigbrationssensor für Türen oder Fenster einrichten.
Unter "Einstellungen > Meine Ausrüstung" kann man mehrere Somfy-Überwachungskameras sowie Zusatzgeräte wie einen Vigbrationssensor für Türen oder Fenster einrichten.

Über ein drei Meter langes USB-Kabel wird die Somfy One+ mit Strom versorgt. Ein passendes Netzteil liegt ebenfalls bei. Sollte der Strom ausfallen, dann bietet die Kamera einen eingebauten Akku. Dieser soll für sechs Stunden Betrieb reichen. Da übrigens auch das WLAN im Falle eines Stromausfalls nicht mehr funktioniert und damit die Internet-Verbindung unterbrochen ist, zeichnet die Somfy One+ alle Ereignisse in einem internen Speicher auf. Damit man aber diese Daten später sehen kann, braucht man ein kostenpflichtiges Abo.

Nur per Cloud-Dienst interessant

Die Videos speichert die Somfy One in einen eigenen Cloud-Speicher, der allerdings kostenpflichtig ist. Die Überwachungskamera bietet drei Tarife an: Das kostenlose Basic ermöglicht eine 10sekündige Videoaufzeichnung nach einer Bewegungserkennung, sendet Warnmeldungen per SMS an sich selber und die „Community“, also Personen, denen Sie den Zugang zu der Überwachungskamera erlaubt haben.

Mit einem Abo, das es monatlich ab 4,99 Euro gibt, lassen sich Videoaufzeichnungen eines Tages in einer eignen Cloud von Somfy speichern. In der kostenlsoen Version beschränklt dies sich auf 10 Sekunden.
Mit einem Abo, das es monatlich ab 4,99 Euro gibt, lassen sich Videoaufzeichnungen eines Tages in einer eignen Cloud von Somfy speichern. In der kostenlsoen Version beschränklt dies sich auf 10 Sekunden.

Sinnvoller ist es aber, die Videos länger aufzeichnen zu können. Dazu gibt für 4,99 Euro pro Monat den Tarif „Silver“, der zusätzlich zu den Basic-Funktionen einen Videoverlauf für einen Tag sichert. Ein bis zu 10minütiges Video lässt sich dann auf das iPhone speichern. Die Gold-Variante für 9,99 Euro pro Monat bietet zusätzlich einen 24/7-Notfalldienst (verfügbar in Deutschland, Frankreich und Belgien).

Alle Tarife gelten für ein Gerät. Kommen weitere dazu, muss man entsprechend weitere Tarife dazu buchen. Ein eigener Cloud-Dienst oder lokaler Speicher lässt sich für eine Videoaufzeichnung leider nicht wählen.