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SCO will fünf Milliarden Dollar von IBM

10.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In seiner am vergangenen Freitag beim Bezirksgericht in Utah eingereichten Ergänzung zur Klageschrift gegen IBM (Computerwoche.de berichtete) hat SCO seine Schadenersatzforderung auf wenigstens fünf Milliarden Dollar erhöht. Gleichzeitig lässt das in Lindon, Utah, ansässige Unternehmen aber den Vorwurf fallen, Big Blue habe seine Geschäftsgeheimnisse missbraucht. Ob die Ergänzung zugelassen wird, dürfte Richterin Brooke Wells in dieser Woche entscheiden.

SCO behauptet nicht länger, IBM habe Code aus seine Betriebssystemen "Unixware" und "Openserver" gestohlen und an die Linux-Community weitergegeben. Das Verfahren basiere nur mehr auf der Behauptung, "IBM habe unrechtmäßig Teile seiner eigenen Produkte AIX oder Dynix weitergereicht, die aus Sicht von SCO Derivate von Unix System V darstellen", erklärte IBM, das ebenfalls Ende vergangener Woche eine Eklärung beim Gericht einreichte. Darin konstatieren die Armonker, dass SCO es versäumt habe, bis Mitte Januar geforderte Beweise (Computerwoche.de berichtete) vorzulegen. (tc)