Die wichtigsten Freiberufler-Vermittler

Personaldienstleister wachsen erneut dank Digitalisierungsprojekten

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.
Nachdem die großen Personaldienstleister 2015 im Durchschnitt zweistellige Umsatzzuwächse schafften, steigerten sie im Vorjahr ihre Umsätze um über 15 Prozent, so das Ergebnis der aktuellen Lünendonk-Marktsegmentstudie.
Die digitale Transformation sorgt für einen ungebrochen steigenden Wachstumsmarkt.
Die digitale Transformation sorgt für einen ungebrochen steigenden Wachstumsmarkt.
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Die Digitalisierung der Wirtschaft sorgt für steigende Projektbudgets. "Diese Nachricht ist wichtiger als die rechtlichen Aspekte der Scheinselbständigkeit", kommentierte Jörn Bäumer, Contracting-Chef bei Hays das Ergebnis. "Obwohl mit den steigenden Compliance-Anforderungen der Beratungsaufwand für die Projektbesetzung stark zunahm, konnten die führenden Anbieter ihr Wachstum dynamisch steigern", sekundiert Hartmut Lüerßen, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder.

Insgesamt erzielten die zehn größten Vermittleragenturen einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro in Deutschland. Damit erhöhten sie ihren Marktanteil am Honorarvolumen der IT-Freelancer auf 20,2 Prozent. 62 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaften die zehn großen Vermittler mit Unternehmen ab 5000 Mitarbeitern.

Digitalisierung als Wachstumstreiber

Die digitale Transformation bewerten die Personaldienstleister vor Cyber Security, Cloud und Big Data als wichtigsten Wachstumstreiber. Dazu passen die Qualifikationen, mit denen Freiberufler in Anwenderunternehmen punkten können: Gefragt sind in erster Linie Security-Exper­ten, gefolgt von Business-Analytics/Big-Data-Profis und Projekt-Manager. Ebenfalls begehrt sind Freiberufler, die sich mit Web Services und Cloud auskennen.

Für Anwenderunternehmen bleibt die Lieferfähigkeit des Dienstleisters wichtigstes Auswahlkriterium. Es folgen die Qualität der Zusammenarbeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Weniger wichtig sind Lieferanten-Management-Tools und auch die internationale Ausrichtung eines Dienstleisters. Und das obwohl sich viele Vermittler angesichts des Fachkräftemangels auch auf dem europäischen Arbeitsmarkt schlau machen und nach qualifiziertem Personal Ausschau halten.

Wie auch die letzten Jahre führt 2016 Hays die Umsatzliste der auf IT-Freelancer spezialisierten Personaldienstleister an. Die Mannheimer erwirtschafteten 2016 allein mit der Vermittlung von Freiberuflern einen Umsatz von 985,3 Millionen Euro, der Gesamtumsatz lag bei 1,8 Milliarden Euro. Mit deutlichem Abstand folgen Gulp Information Services (356,2 Millionen) und Allgeier Experts (120,9 Millionen). Die Studie ist unter www.luenendonk-shop.de zum Preis von 1.750 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer verfügbar.

 

Olaf Barheine

Eine sehr bedenkliche Entwicklung. Ich bin nun seit 16 Jahren freier Informatiker. Ich würde nie auf die Idee kommen, auf solche Vermittlungsdienste zurückzugreifen.

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