Dell EMC Fulfillment Center in Tilburg

Mit Dell zum standardisierten Individual-Arbeitsplatz

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit vorkonfigurierten Rechnern und anderen Services hilft Dell EMC Unternehmen, die Endgerätekosten über den gesamten Lebenszyklus zu reduzieren. Zentraler Dreh- und Angelpunkt für Europa ist das Fulfillment Center von Dell EMC im niederländischen Tilburg.

"Alles beginnt und endet mit den Endanwendern - und das bedeutet Stress für IT-Manager", bringt es Stéphane Reboud von Dell EMC auf den Punkt. Wie der Vice President Services Sales für EMEA ausführt, hat sich die Art und Weise, wann, wie und vor allem wo Knowledge Worker arbeiten, im Laufe der Zeit grundlegend verändert: So würden heute 60 Prozent der Umfrageteilnehmer auch außerhalb der Bürozeiten und zwei Drittel auch von Zuhause arbeiten, zitiert der Topmanager die wichtigsten Erkenntnisse der von Dell zusammen mit Intel in Auftrag gegebenen "Future Workforce Study" (PDF).

Das Fulfillment Center von Dell EMC in Tilburg ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für Europa.
Das Fulfillment Center von Dell EMC in Tilburg ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für Europa.

Ferner hätten 82 Prozent angegeben, die vorhandene Technik entscheide, welchen Job sie annehmen. 42 Prozent erklärten, sie würden bei schlechter Technik den Job hinschmeißen. Auch für die Zukunft sehe es nicht eben rosig aus, so Reboud, denn 44 Prozent der Millennials kritisierten laut Studie, dass ihr Arbeitsplatz nicht smart genug ist.

Auf Standardisierung folgt Individualisierung

Diese Entwicklung setzt die IT-Abteilungen weiter unter Druck: Stand vor rund fünf Jahren noch das Thema Kostensenkung durch Standardisierung im Mittelpunkt der Diskussion um den PC-Arbeitsplatz, kommt nun ein neuer Aspekt hinzu - der Wunsch der Mitarbeiter nach mehr Individualisierung.

Mit dem Zusammenschluss von Dell und EMC (plus Tochter VMware) sieht sich die Company jetzt gut aufgestellt, um Unternehmenskunden Lösungen für dieses Dilemma anbieten zu können. Dazu zählen etwa die Dell EMC ProDeploy Enterprise Suite und ProDeploy Client Suite, VMware Workspace One (Stichwort Unified Endpoint Management) sowie Virtustream und Pivotal-Technologien. Auf diese Weise könnten im Kundenauftrag neue Unternehmensgeräte zentral, einheitlich und automatisiert bereitgestellt und konfiguriert werden, erklärt der Dell-EMC-Manager.

Dies reduziere die Konfigurations- und Installationszeit und ermögliche den sofortigen Einsatz der Geräte. Bedoud verweist in diesem Zusammenhang auf eine IDC-Studie, der zufolge das Deployment von PCs unter Zuhilfenahme eines Dienstleisters weniger zeitaufwändig und weniger kostspielig sei. Zudem würden sich Konfigurationsfehler für den Endanwender um 46 Prozent reduzieren.

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Auf diese Weise werden aber nicht nur die Mitarbeiter der IT-Abteilung entlastet, Dell EMC verspricht zudem Einsparungen von bis zu 25 Prozent bei den Kosten für die Inbetriebnahme und Instandhaltung eines Devices über die gesamte Lebensdauer - auf diese entfielen immerhin 80 Prozent der Total Cost of Ownership (TCO). Und last, but not least erreiche man damit ein weiteres Ziel, so Reboud, nämlich einen Wow-Effekt bei neuen Mitarbeitern, wenn sie ihren PC bekommen, da sie sofort loslegen könnten, ohne Umwege, Installationen etc.

Der Endanwender steht im Mittelpunkt

Wie das funktioniert? "Die Diskussionen mit den Kunden drehen sich nicht mehr um die Devices, sondern das Resultat für den Endanwender steht im Mittelpunkt", erklärt Reboud. Hierfür führt Dell zunächst im Rahmen eines Client Deployment Audit eine spezifische Umfrage für Kunden durch. Auf Basis diesr Ergebnisse werden Personas, also spezielle Nutzerprofile, definiert. "Nur so", so das Fazit von Reboud, "können wir feststellen, welche Hard- und Software für diese spezifischen Nutzungsprofile am besten geeignet ist."

Fünf IT-Nutzungsprofile als Grundlage

Dies geschieht natürlich nicht beliebig. Ähnlich wie Computerbauer Dell mit zwei Millionen Konfigurationsmöglichkeiten angefangen hat und diese inzwischen auf eine Katalog-Konfiguration mit Flexibilität bei Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität reduziert hat, werden dem Kunden als Ausgangspunkt fünf IT-Nutzungsprofile vorgeschlagen, die angepasst werden können. Ein Beispiel für eine solche Persona ist der "Corridor Warrior", ein Mitarbeiter, der ständig in Meetings ist, sich aber weitgehend im Office befindet, ein anderes der Road Warrior, der häufig unterwegs ist und offline arbeitet. Von diesen Personas werde dann der Hardwarebedarf abgeleitet, erklärt Reboud, ein Image der Software erstellt, und Anwendungen und alle technischen Fähigkeiten konsolidiert.

Ein Großteil der anschließenden Arbeiten, der sogenannte Second Touch, findet an einem der weltweit 17 Standorte von Dell EMC mit Fabriken und Fulfillment-Centern statt. Dort werden die eingehenden Bestellungen bearbeitet, zusammengestellt und versandt.

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