Weitere Preisträger 2010

Martin Urban, Berliner Stadtreinigung

25.11.2010
Von  und Claudia Heinelt
Karen Funk ist Senior Editor CIO-Magazin und COMPUTERWOCHE bei IDG Tech Media. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind IT-Karriere und -Arbeitsmarkt, Führung, New Work und Diversity. Als Senior Editorial Project Manager leitet sie zudem seit 2007 den renommierten IT-Wettbewerb CIO des Jahres und ist in dieser Funktion sowohl für die Organisation des Wettbewerbs (Jury, Teilnehmerakquise, Wettbewerbsdurchführung) als auch für die mediale Berichterstattung verantwortlich. Funk setzt sich seit vielen Jahren für mehr Frauen in der IT ein, engagiert sich bei IDG in der Employee Resource Group "I stand with her" und hat mit einer Kollegin zusammen die COMPUTERWOCHE-Sonderausgabe "Karriere: Die digitale Welt braucht Frauen!" aus der Taufe gehoben, die 2021 zum 5. Mal erschienen ist.
Zu den besten CIOs im deutschsprachigen Raum gehört auch Martin Urban. Der Prokurist, Leiter Organisation und IT der Berliner Stadtreinigung überzeugte die Jury vom Wettbewerb "CIO des Jahres 2010" in der Kategorie Großunternehmen.
Foto: Berliner Stadtreinigung, Martin Urban

Martin Urban ist Prokurist, Leiter Organisation und IT der Berliner Stadtreinigung.
Er sagt: "Ein CIO muss nie im Mittelpunkt stehen, aber immer dabei sein."





Zum Unternehmen:

  • Name: Berliner Stadtreinigung.

  • Branche: Dienstleistung, Entsorgung.

  • Größe: 5300 Mitarbeiter.

  • Zahl der IT-Mitarbeiter: 53.

  • IT-Budget: Ca. 14 Millionen Euro.

Das eingereichte Projekt:

  • Name: OI 2.0.

  • Projektbeschreibung: Es handelt sich bei OI 2.0 (Organisation und Informationstechnologie 2.0) überhaupt nicht um ein Projekt, sondern um ein ganzes Bündel von organisatorischen und technischen Maßnahmen und Projekten, die zusammen den Bereich Organisation und Informationstechnologie (OI) bei der BSR neu aufstellen. Der Schwerpunkt unseres Tuns wird verlagert vom Infrastrukturbetrieb zum IT-integrierten Geschäftsprozessmanagement und einer bei OI zentralisierten, aber kooperativ gesteuerten Bewirtschaftung der vorhandenen Ressourcen.

  • Zeitrahmen: April 2008 - März 2011.

  • Eingesetzte Projekte: Etablierung eines Key Account Managements, Auslagerung des RZ (Housing), Auslagerung des SAP-Betriebs, Umbau des ehemaligen RZ in Büroräume, Reorganisation des Bereichs Entwicklung, Prozessmanagement/Architektur/Entwicklungsumgebung: Adonis, ADOit, SAP NW CE. Virtualisierung: hauptsächlich VMWare.

  • Zahl der IT-Projektmitarbeiter: 53.

  • Besondere Herausforderungen: Angst vor Veränderung und die, wenn ich es kritisch ausdrücken darf, jederzeitige Bereitschaft, eine Veränderung zunächst nur als Bedrohung wahrzunehmen. Solche Widerstände sind mit Zahlen und Fakten, mit einem Appell an die Ratio nicht immer zu überwinden. Es bedurfte jedenfalls steter Mühen, um den MitarbeiterInnen auch das Gefühl zu vermitteln, dass die Welt sich auch weiterdrehen wird, wenn die BSR kein eigenes Rechenzentrum und keinen selbst gemachten SAP-Betrieb mehr hat.