IT-Projekte finanzieren

Leasing boomt sich an die Kredit-Spitze

20.10.2008
Von 
Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT. Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.

Sale-and-lease-back-Verfahren hat seine Reize

Besonders attraktiv für den Mittelstand ist das "Sale-and-lease-back-Verfahren". Bei dieser Finanzierungsvariante verkauft der Leasing-Nehmer einen Teil seines Anlagevermögens wie zum Beispiel den Fuhrpark an eine Leasing-Gesellschaft und least es anschließend zurück. Der Vorteil besteht darin, dass die Bilanzsumme verkürzt wird und das frei gewordene Kapital zur Schuldentilgung oder Wachstumsfinanzierung eingesetzt werden kann. Die Vorteile dieses Verfahrens für die IT-Firma bestehen in festen - und deshalb kalkulierbaren - Leasing-Raten und folglich in der Möglichkeit, stille Reserven zu bilden und gleichzeitig ein hohes Maß an Planungssicherheit zu erreichen.

Ein anschauliches Beispiel für erfolgreiches Geräte-Leasing im IT-Bereich ist das Finanzierungsmodell "print-IT-easy" von Siemens Finance & Leasing, der deutschen Leasing-Tochter von Siemens Financial Services (SFS). Adressiert werden IT-Systemhäuser und Bürofachhändler. Mit einem nutzungsabhängigen Mietvertrag steht diesen Firmen eine herstellerunabhängige Finanzierungslösung zur Verfügung, mit der sie ihren Kunden bedarfsgerechte, seitenpreisbezogene Druck- und Kopierlösungen anbieten können.

Leasing auf dem Vormarsch

Bereits 2007 wies der Leasing-Markt ein enormes Wachstum auf; das Hamburger Leasing-Unternehmen "Maturus Finance" beispielsweise konnte im vergangenen Jahr sein Neugeschäftsvolumen verdoppeln. Für 2008 wird ein weiterer Anstieg der Geschäftsabschlüsse erwartet.