3 Tipps für Arbeitgeber

Krankheitstage auf Rekordhoch - das können Sie tun

24.08.2022
Von 
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.
Die Fehltage der Mitarbeiter waren im ersten Quartal 2022 mit durchschnittlich 4,75 Tagen so hoch wie nie - ähnlich sieht es bei psychischen Erkrankungen aus. Drei erste Maßnahmen können weiterhelfen.
Mitarbeiterorientierte Arbeitgeber sind bereit, Gesundsheitsleistungen der Krankenkassen zu übernehmen, die zunehmend zusammengestrichen werden.
Mitarbeiterorientierte Arbeitgeber sind bereit, Gesundsheitsleistungen der Krankenkassen zu übernehmen, die zunehmend zusammengestrichen werden.
Foto: New Africa - shutterstock.com

"Der Ausfall von Mitarbeitern kann über einen längeren Zeitraum zum echten Problem werden. Dabei gibt es für Arbeitgeber zahlreiche Möglichkeiten, ihre Beschäftigten gesundheitlich zu unterstützen", weiß Randolph Moreno Sommer, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Fairfamliy, die sich auf Gesundheitsmanagement spezialisiert hat und mit über 250 Betrieben Gesundheitskonzepte entwickelt hat. "Eine wesentliche Ursache für die hohe Anzahl an Krankheitstagen ist die Unternehmenskultur."

Als Ergebnis seines Konzeptes schlägt der Experte folgende Erstmaßnahmen für Unternehmen vor:

1. Vielfältige Lösungen für alle Mitarbeiter

Im deutschen Gesundheitssystem ist es mittlerweile so, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen nur noch wenig Kosten übernehmen. Dadurch haben viele Mitarbeiter nicht mehr die Möglichkeit, das Beste für ihre Gesundheit zu tun. Aus diesem Grund wäre es sicherlich lobenswert, wenn Arbeitgeber für einen großen Teil von Leistungen aufkommen.

Hierfür können sie ein flexibles Portfolio aufbauen, das den individuellen Bedarf der Arbeitnehmer abdeckt. Es ist also eine gewisse Vielfalt an Möglichkeiten nötig. Fairfamily zum Beispiel hat mehr als 300 Leistungen im Angebot für Unternehmen, die sich für Mitarbeiter jeden Alters und Berufe jeder Branche eignen.

2. Schnell zugängliche und umsetzbare Leistungen

Ein weiteres Problem ist, dass Menschen trotz akutem Bedarf mehrere Monate auf eine Untersuchung durch einen Facharzt warten müssen. Ziel muss also sein, eine zeitnahen Betreuung durch einen Facharzt zu organisieren und zu erhalten. Ideal ist noch das Einrichten eines Gesundheitstelefons, das etwa Eltern unabhängig vom Wochentag durchgehend nutzen können, um bei Bedarf eine medizinische Beratung für sich und ihre Kinder zu erhalten.

3. Nutzung der Leistungen sicherstellen

Die besten Leistungen nützen nichts, wenn sie nicht in Anspruch genommen werden. Aus diesem Grund sollten sich Unternehmen externe Hilfe holen. Hierfür schulen beispielsweise externe Experten alle Mitarbeiter im Umgang mit den angebotenen Leistungen. Zur Überwachung der Gesundheitsentwicklung und der Nutzung von Leistungen sei es zudem notwendig, einschlägige Kennzahlen zu definieren und diese auszuwerten, fordern die Fairfamiliy-Berater.