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Nur im Netz

Internet-Ausstellung zum Phänomen Musikvideo

15.04.2011
Die Ära des Musikvideos im Fernsehen ist vorbei. Die Videoclips sind ins Internet abgewandert. Eine Ausstellung geht diesem Phänomen nach - konsequenterweise nur im Internet.

"Video killed the Radio Star" - mit diesem Hit der Gruppe The Buggles ging der Musikkanal MTV 1981 auf Sendung. "Internet killed the Video Star" - 30 Jahre später ist dies die Ansage zum Ende der Ära des Musikvideos im Fernsehen. MTV ist inzwischen ein Bezahlsender geworden. Die Videoclips sind größtenteils ins Internet umgezogen, wo "User" sie millionenfach auf Portalen wie YouTube anklicken, wann immer sie wollen. Oder die Fans kreieren gleich ihre eigenen Videos und präsentieren ihre Werke im Netz.

Eine virtuelle Ausstellung beleuchtet nun dieses Phänomen. Organisiert hat sie das NRW-Forum Düsseldorf, und zwar radikal konsequent: Die Schau "Internet killed the Video Star" ist nur im Internet zu sehen, rund um die Uhr, kostenlos - und mit offenem Ende. "Wenn dieses Phänomen im Internet stattfindet, macht es wenig Sinn, die Videos auf Monitoren laufen zu lassen", sagt Werner Lippert, der Leiter des NRW-Forums.

Noch vor elf Jahren hatte das NRW-Forum eine "physische" Video-Ausstellung präsentiert: Auf 100 Monitoren liefen gleichzeitig 100 Videos aus Musik, Kunst und Werbung. Der Musiker Malcolm McLaren sprach seinerzeit das Vorwort. Auch die virtuelle Schau im Jahr 2011 wird von dem Kultmusiker - natürlich per Fan-Video - eröffnet.

Rund 50 Videos kann der "Besucher" der Internetausstellung in mehreren "Räumen" anklicken und hochladen. Ein "Rundgang" durch die gesamte Schau dauert nach Schätzungen Lipperts etwa zwei Stunden. Im Mittelpunkt steht das Phänomen der Fan-Videos in der digitalisierten Popkultur.

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