Mobiltelefon: Mit Handy-Codes Rufnummer und Geräte-IMEI abfragen

Eigene Rufnummer und Geräte-IMEI abfragen

22.06.2018
Von  und Heinrich Puju
Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Mit cleveren Handy-Codes (USSD) fragen Sie schnell und unkompliziert Ihre Mobilfunknummer und die IMEI Ihres Smartphones ab.

Das Problem: Man kann nicht alles im Kopf haben. Und daher wissen viele Menschen ihre eigene Mobil-Rufnummer nicht. Noch komplizierter wird es, wenn ein Zweithandy als Firmentelefon eingesetzt wird. Da kann man mit den Rufnummern leicht durcheinanderkommen. Aber glücklicherweise geben Handys Ihnen über Ihre Nummer Auskunft.

Mit cleveren Handy-Codes (USSD) fragen Sie schnell und unkompliziert Ihre Mobilfunknummer und die IMEI Ihres Smartphones ab.
Mit cleveren Handy-Codes (USSD) fragen Sie schnell und unkompliziert Ihre Mobilfunknummer und die IMEI Ihres Smartphones ab.
Foto: joker1991 - shutterstock.com

Die Lösung heißt USSD-Code: Das USSD steht für "Unstructured Supplementary Service Data". Dabei handelt es sich um Service- und Steuerbefehle im GSM-Mobilfunknetz. Mit der richtigen Folge von Sternen (*), Doppelkreuzen (#) und Ziffern entlocken Sie Ihrem Handy oder Smartphone wichtige Informationen. Alternativ werden die USSD-Befehle auch als Handy-Codes oder Tastatur-Shortcuts für Smartphones bezeichnet.

Diese USSD-Codes gibt es seit den Ur-Zeiten des Handys und sie haben sich auch in das Smartphone-Zeitalter gerettet. Zwei besonders wichtige USSD-Codes zeigen Ihnen Ihre Mobilfunk-Nummer und die IMEI Ihres Smartphones an. Letztere brauchen Sie zum Beispiel, wenn Ihr Smartphone gestohlen wird und Sie es bei der Polizei zur Fahndung ausschreiben lassen wollen.

Wichtig: Einige USSD-Codes funktionieren auf allenHandys und Smartphones und mit allen SIM-Karten. Andere USSD-Codes dagegen funktionieren nur mit den SIM-Karten bestimmter Mobilfunk-Provider.

Per USSD die Telefonnummer anzeigen

Um die eigene Telefonnummer in Erfahrung zu bringen, wechseln Sie bei Ihrem Android-Smartphone, iPhone oder Handy zur Telefonfunktion. Schalten Sie, sofern diese momentan nicht angezeigt wird, auf die Wahltastatur um. Geben Sie die Zeichenfolge *135# ein und bestätigen Sie mit der Ruftaste. Die Anwahl mit der Codenummer wird nun durchgeführt, und auf dem Display erscheint nach einem kurzen Moment als Ergebnis des Anrufs Ihre Rufnummer.

Dieser Code funktioniert zum Beispiel nicht mit einer O2-SIM-Karte, wie sie beim Tchibo-Netz verwendet wird.
Dieser Code funktioniert zum Beispiel nicht mit einer O2-SIM-Karte, wie sie beim Tchibo-Netz verwendet wird.

Wichtig: *135# funktioniert nur im T-Mobile-Netz. Es handelt sich also um eine Mobilfunk-Provider-abhängige USSD!

Falls Sie eine SIM-Karte zum Beispiel von Vodafone oder O2 verwenden, funktioniert dieser Befehl nicht. Sie machen damit aber auch nichts kaputt.

Dieser USSD-Code funktioniert nur mit Telekom-SIM-Karten.
Dieser USSD-Code funktioniert nur mit Telekom-SIM-Karten.

Per USSD die IMEI des Smartphones anzeigen

Ebenso einfach können Sie sich auch den IMEI-Code des Gerätes anzeigen lassen. Hierbei handelt es sich um die Abkürzung für „International Mobile Equipment Identity“. Diese International Mobile Equipment Identity ist eine 15-stellige Seriennummer, mit der jedes GSM- und UMTS-Gerät weltweit eindeutig identifiziert werden kann. Dual-SIM-Handys haben übrigens zwei IMEI-Nummern, siehe ganz oben das Aufmacherbild zu dieser Meldung.

Über diese Nummer kann das Gerät bei Diebstahl von Netzbetreibern gesperrt werden. Da nach einem Verlust die Nummer nicht mehr abgefragt werden kann, sollten Sie sie sicherheitshalber notieren. Um sie anzuzeigen, tippen Sie auf der Telefontastatur *#06# ein. Eine Bestätigung erübrigt sich, da die Nummer nach Eingabe dieser Zeichenfolge automatisch und ohne Verzögerung erscheint.

Wichtig: Die *#06# funktioniert unabhängig von Smartphone-Hersteller und Mobilfunk-Provider auf allen Mobilgeräten. Also mit jeder SIM-Karte von Telekom, Vodafone, O2 etc.

Übrigens: Sogar die Polizei von München empfiehlt diesen Weg.

Tipp: Mit diesem Handy-Code ändern Sie die PIN Ihrer O2-SIM-Karte oder die PIN Ihrer Vodafone-SIM-Karte.

(PC-Welt)