34 Nanometer

Die SSDs von Intel werden erschwinglicher

22.07.2009
Von 
Thomas Cloer war Redakteur der Computerwoche.
Intel nutzt seine modernen Fertigungsprozesse und bietet seine Solid-State Disks (SSDs) für Consumer jetzt bis zu 60 Prozent günstiger an.
Intels 'X25-M': Ab sofort bis zu 60 Prozent günstiger als bisher.
Intels 'X25-M': Ab sofort bis zu 60 Prozent günstiger als bisher.

Die Flash-Laufwerke können in PCs und Notebooks herkömmliche Festplatten ersetzen. Intel produziert die Chips für seine neuen Modelle der Serie "X25-M" mittlerweile in einem 34-Nanometer-Prozess. Neben dem Preis kommt dies auch der Leistung der SSDs zugute, da kleinere Transistoren auch schneller schalten.

Das "M" im Namen der neuen SSD-Familie steht für "Mainstream" (Intel hat auch "E-wie-Enterprise"-SSDs für Unternehmensanwendungen, Server und Workstations im Angebot). Die X25-M-Laufwerke verwenden MLC-NAND-Flash (Multi-Level Cell) und sind im 2,5-Zoll-Formfaktor ab sofort mit Kapazitäten von 80 und 160 Gigabyte erhältlich. Angeschlossen werden sie über SATA; der Hersteller gibt eine Zugriffszeit von nur noch 65 Mikrosekunden an. Zum Vergleich Traditionelle HDDs erreichen derzeit mindestens 4000 Mikrosekunden. Intel reklamiert für seine neuen Flash-Laufwerke zudem bis zu 6600 IOPS bei zufälligen 4K-Schreibzugriffen und bis zu 35.000 Lesezugriffe. Magnetisch speichernde Festplatten erreichen lediglich einige Hundert IOPS.

Die Großhandelspreise (Abnahme von 1000 Stück) für die X25-M gibt Intel mit 225 Dollar für die 80-GB-Variante und 440 Dollar für das 160-GB-Modell an. Bei der Markteinführung vor einem Jahr kosteten die Vorgängermodelle mit 50-Nanometer-Chips noch 595 respktive 945 Dollar. Später im Laufe des Jahres will Intel auch noch das 1,8-Zoll-Modell "X18-M" in 34-nm-Technik herausbringen.

Nach Angaben von Intel funktionieren die neuen X25-M-SSDs mit allen Betriebssystemen. Zum Start von Windows 7 im Herbst soll es dazu ein Firmware-Update geben, das den "TRIM"-Befehl des neuen Microsoft-Systems unterstützt. Aber auch für Nutzer der älteren Windows-Varianten XP und Vista sei ein Software-Tool in Vorbereitung, mit dem Endkunden die Leistung ihrer Intel-SSDs optimieren könnten.