Smart Home

Die besten smarten Überwachungskameras

10.08.2019
Von  und  IDG ExpertenNetzwerk

Wolfgang Emmer ist Digital Marketing Manager bei Esri Deutschland. Zu seinen Schwerpunkten zählen Content Marketing, Online-Lead-Generierung und Marketing Automation. Als freier IT-Redakteur mit soziologischem Hintergrund widmet er sich nicht nur Themen wie Arbeit 4.0 sondern gibt auch Einblicke in die smarte Welt des Internet of Things.

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Wir stellen pfiffige Überwachungskameras vor, mit denen Sie Ihr Zuhause vom Smartphone aus kontrollieren. Mit WLAN, Gesichtserkennung und auch für draußen. Update: Nest Cam IQ zoomt auf Verdächtiges ein.
Das Bild moderner Überwachungskameras können Sie auf nahezu jedem Gerät empfangen. Hier am Beispiel der Welcome-Kamera von Netatmo.
Das Bild moderner Überwachungskameras können Sie auf nahezu jedem Gerät empfangen. Hier am Beispiel der Welcome-Kamera von Netatmo.
Foto: netatmo.com

PC-WELT und Macwelt testen fortlaufend smarte Überwachungskameras beziehungsweise WLAN-Überwachungskameras sowie auch wetterfeste Überwachungskameras für draußen. Update 29.7.2019 : Test der EZVIZ C3A Security Camera.

Während vor ein paar Jahren noch mühseliges Verkabeln und die Suche nach passenden Speichermedien die Anwender plagte, ist heute laut den Herstellern smarter Überwachungskamera-Sets alles viel einfacher. Funktionen wie WLAN, Gesichtserkennung, die Steuerung per App oder eine automatische Speicherung in der Cloud sind nur einige Möglichkeiten, die garantieren sollen, dass Sie immer benachrichtigt werden, wenn zuhause Gefahr droht.

Wir stellen clevere Überwachungskameras vor, die nicht mit smarten Funktionen geizen. Die meisten hier vorgestellten Kameras haben wir getestet und unsere Testberichte jeweils verlinkt.

EZVIZ C3A Security Camera für den Außenbereich im Test

EZVIZ C3A Security Camera
EZVIZ C3A Security Camera
Foto: EZVIZ

Bild- und Tonqualität sind exzellent, die App durchdacht und die Handhabung der Kamera recht einfach. Wer Wert auf hohe Sicherheit legt, kommt um das Cloud-Abo aber nicht herum.

Empfehlung: Leicht einzurichten und wetterfest.

Reolink Argus 2: Pfiffiges Zubehör für hohe Flexibilität

Formschön und flexibel
Formschön und flexibel

Die mit 150 Euro recht günstige Kameras lässt sich innen wie außen betreiben, der Akku macht sie unabhängig von einem Stromanschluss. Ein für 30 Euro zusätzlich erhältliches Solarpanel liefert diesem auf Wunsch frische Energie, um das Wiederaufladen muss man sich so nur wenig Sorgen machen. nachteil: Kein Cloud-Speicher, Aufnahmen landen auf einer - entwendbaren - Micro-SD-Karte.

Empfehlung: Günstige und flexible Kamera für den Außenbereich

Reolink Go: Die große Unabhängigkeit

Im Mobilfunknetz und mit Solarpanel (nicht im Bild) maximal unabhängig
Im Mobilfunknetz und mit Solarpanel (nicht im Bild) maximal unabhängig

Die Reolink Go treibt das Konzept der Argus 2 noch ein Stück weiter: Wie diese lässt sie sich mit einem Solarpanel betreiben, muss also nie in die Nähe der Steckdose gebracht werden. Doch auch arbeitet sie dort, wo kein WLAN hinkommt: Mit einer microSIM verbindet sie sich via LTE mit dem Internet. Nachteil: microSIM ist nicht optional, sondern unerlässlich, außerhalb des Funknetzes lässt sich die Reolink Go nicht einrichten. Zudem fehlt noch die Möglichkeit, vom Bewegungssensor initiierte Fotos und Videos in die Cloud zu laden - wenn die Kamera samt microSIM, microSD und Hausrat verschwindet, ist guter Rat teuer. Der Akku überzeugt mit seinen 7800 mAh aber auf ganzer Linie. Der Preis: 300 Euro. Ohne microSD, Datentarif und Solarpanel.

Empfehlung: Für Orte ohne Strom und WLAN

Blink: Flexible IP-Kameras für drinnen und draußen

Syncmodul, Außenkamera und zwei Innenkameras
Syncmodul, Außenkamera und zwei Innenkameras

Klein, flexibel und ein gutes Bild: Die Kameras von Blink überzeugen, nur der Ton ist einseitig.

Empfehlung: Günstige Überwachungskamera mit kostenlosem Cloud-Speicher.

Instar IN-8015 HD - Indoorkamera

Instar IN-8015 HD
Instar IN-8015 HD

Die Indoor-Kamera IN-8015 überzeugt mit einem guten Bild auch bei Nacht und vielen Konfigurationsmöglichkeiten. Die Inbetriebnahme der Kamera ist aber nicht ganz einfach.

Empfehlung: Wenn Sie besonderen Wert auf Bildqualität legen.

Somfy One+: Kamera mit eingebauter Alarm-Sirene

Somfy One+
Somfy One+

Die Indoor-Überwachungskamera Somfy One+ wird vom iPhone oder Android-Smartphone aus bedient. Per App. Sie besitzt einen Bewegungsmelder, Mikrofon und Lautsprecher, sowie Cloud-Anbindung. Ihr Clou ist die eingebaute Alarmsirene. Sie können die Kamera auch noch mit einer Fernbedienung und Erschütterungssensoren für Türen oder Fenster erweitern.

Empfehlung : Mit der Somfy One+ lässt sich ein Zuhause schnell mit einer einfachen Alarmanlage ausstatten, sofern ein WLAN vorhanden ist. Allerdings lässt sich die Kamera nur in Kombination mit einem kostenpflichtigen Abo sinnvoll nutzen.

Miele Scout RX2 Home Vision: Saugroboter mit Überwachungskamera

Miele Scout RX2 Home Vision.
Miele Scout RX2 Home Vision.

Eine coole rollende Überwachungskamera will Miele zur IFA 2017 vorstellen: Den Staubsaugroboter ScoutRX2 Home Vision. Während der Roboter Ihre Wohnung reinigt, ist er über WLAN und App mit Ihrem Smartphone verbunden. Über die App können Sie das Bild von der im Roboter verbauten Stereokamera auf Ihrem Smartphone abrufen. Und so einen Blick in Ihre Wohnung werfen.Der Scout RX2 Home Vision von Miele kommt im September in den Handel und kostet 829 Euro.

Nest Cam IQ zoomt automatisch auf Verdächtige ein

Die Cam IQ von Nest.
Die Cam IQ von Nest.
Foto: Nest

Cam IQ ist die neueste Innenraum-Überwachungskamera von Nest. Ihre Besonderheit: Sie erkennt Bewegungen und zoomt dann automatisch auf verdächtige Stellen ein. Außerdem soll sie erkennen können, dass sich ein fremdes Gesicht im Raum befindet und alarmiert dann den Besitzer der Kamera. Die Nest Cam IQ soll obendrein verdächtige Geräusche erkennen können. Die Nest Cam IQ ist außerdem kompatibel zu Amazon Alexa und Google Assistant.

Wir stellen die Nest Cam IQ hier ausführlicher vor. In unserer Meldung finden Sie auch alle Informationen zu Preis und Verkaufsstart in Deutschland.

Empfehlung: Sofern die versprochen Features funktionieren, eignet sich die Kamera gut zur Fernüberwachung einer leeren Wohnung.

Nest Cam Outdoor IQ: Wetterfest und nur schwer von der Wand zu lösen

Nest Cam Outdoor IQ im Rosenspalier
Nest Cam Outdoor IQ im Rosenspalier

Wie ihre Innenvariante ist die Outdoor IQ der Alphabet-Tochter Nest in der Lage, Gesichter zu erkennen und automatisch ins Blickfeld zu zoomen. Läuft die verdächtige - oder bekannte - Person durch den Garten oder über den Hof, verfolgt sie die Kamera, ein 12fach optischer Zoom macht das möglich. Die Nest Cam Outddor IQ ist wetterfest und soll in Temperaturbereichen von -40°C bis 45°C funktionieren. Schön gelöst: Das Stromkabel (USB-C) lässt sich auch durch die Wand von hinten der Kamera zuführen, diese wiederum ist sehr fest in die Wandhalterung eingeclippt, woraus sie sich nur mit einem Werkzeug lösen lässt. Da die Clips auch gleich in der Cloud gespeichert werden, haben Einbrecher praktisch keine Chance, die Kamera außer Gefecht zu setzen. Die WALN-Antennen hat der Hersteller deutlich gegenüber dem Outdoor-Modell ohne Gesichtserkennung verbessert, die Reichweite ist deutlich erhöht und Filme lassen sich in 1080p und tagsüber in HDR aufnehmen. Wermutstropfen: Um mehr Videomaterial als nur das der letzten drei Stunden zu speichern, benötigt man ein Abo von Nest Aware, das ab 5 Euro monatlich oder 50 Euro jährlich kostet. Dann kann man fünf Tage zurückblicken, mit einer höheren Gebühr sind bis zu 30 Tage möglich.

Zyxel Aurora: Überwachung im Dreieck

Zyxel Aurora: Überwachung im Dreieck
Zyxel Aurora: Überwachung im Dreieck

Die Dreiecksform dieser Überwachungskamera erleichtert das Aufstellen in einem Regal oder auf einer anderen ebenen Fläche. Die Zyxel Aurora ist vergleichsweise preiswert und lässt sich per App intuitiv bedienen. Der Bewegungsmelder reagiert frühzeitig, bis ein Alarm den Besitzer erreicht, dauert es jedoch etwas. Ein Webfrontend gibt es für diese Kamera nicht.

Empfehlung: Für den Einstieg in die Überwachung des Smart Home ist die Zyxel Aurora empfehlenswert, vor allem dann, wenn man mehrere Kameras aufstellen will.

Escam QF910: Günstig, mit Schwächen in der Software

Einfach und günstig: Escam QF910
Einfach und günstig: Escam QF910

Wer nur mit Mac und iPhone unterwegs ist, wird an der Software der günstigen (60 Euro) Kamera von Escam nicht besonders viel Freude haben, allen anderen erhalten jedoch eine solide Außenkamera zu einem respektablen Preis. Dann können es auch gleich mehrere Geräte für die Rundumüberwachung des Grundstückes sein, in der App sind die Live-Bilder von bis zu 16 Escam-Kameras auf einen Blick zu sehen. Positiv: Auch per Ethernet kann man die Kamera mit seinem Router verbinden, das zugehörige Kabel ist aber wie das Stromkabel relativ kurz.

Empfehlung: Für den Einstieg aufgrund des niedrigen Preises gut geeignet, Schwächen in der nicht für dieses Modell optimierten Software lassen sich aber nicht leugnen.

Nest Cam IQ zoomt automatisch auf Verdächtige ein

Die Cam IQ von Nest.
Die Cam IQ von Nest.
Foto: Nest

Cam IQ ist die neueste Innenraum-Überwachungskamera von Nest. Ihre Besonderheit: Sie erkennt Bewegungen und zoomt dann automatisch auf verdächtige Stellen ein. Außerdem soll sie erkennen können, dass sich ein fremdes Gesicht im Raum befindet und alarmiert dann den Besitzer der Kamera. Die Nest Cam IQ soll obendrein verdächtige Geräusche erkennen können. Die Nest Cam IQ ist außerdem kompatibel zu Amazon Alexa und Google Assistant.

Wir stellen die Nest Cam IQ hier ausführlicher vor. In unserer Meldung finden Sie auch alle Informationen zu Preis und Verkaufsstart in Deutschland.

Empfehlung: Sofern die versprochen Features funktionieren, eignet sich die Kamera gut zur Fernüberwachung einer leeren Wohnung.