Fritzbox & Co.

10 Tipps für ein schnelles und stabiles WLAN

11.01.2020
Von 
Thomas Rau ist stellvertretender Chefredakteur PC-WELT Print bei IT-Media. 

7. Die Reichweite reicht nicht. Denn das WLAN soll mehrere Stockwerke verbinden.

Das Problem: Trotz einer neuen Router-Position und veränderter Antennenausrichtung kommt das WiFi-Signal nicht in den oberen Stockwerken an. Sie wollen aber Ihr Arbeitszimmer samt PC nicht ins Erdgeschoss verlegen, nur weil dort der Router steht.

Die Lösung: In dieser Situation helfen wohl auch keine besseren Antennen. Denn Antennen mit einem stärker gebündelten Funkfeld oder gar Richtantennen verbessern die Reichweite vor allem in eine Richtung. Der WLAN-Router soll aber die ganze Wohnung gleichmäßig ausrichten, weil Sie beispielsweise Notebook und Smartphone nicht nur in einem bestimmten Zimmer nutzen.


Hier hilft ein WLAN-Repeater oder ein Powerline-Netzwerk. Einen Repeater installieren Sie auf halber Strecke zwischen Router und dem Gerät, das ins WLAN kommen soll. Wenn Ihr Router die beiden Frequenzen 2,4 und 5 GHz unterstützt, investieren Sie in einen Dual-Band-Repeater wie den Fritz WLAN-Repeater 1750E oder den TP-Link RE200: Der Repeater verbindet sich über eine Frequenz mit dem Client und über die zweite mit dem Router – und kann deshalb auf jeder Frequenz das maximale Tempo nutzen. Bei Single-Band-Repeatern wird die Datenrate zwischen Router und Client nämlich halbiert.

Andere Alternative: Sie überwinden die Stockwerke per Powerline: Diese Adapter nutzen die Stromleitung als Netzwerkkabel. Mit Kombi-Adaptern, die Powerline und WLAN mitbringen wie dem Devolo dLAN 500 WiFi Starter Kit, können Sie dann am Ziel der Powerline-Verbindung ein WiFi aufbauen, um die Geräte im entfernten Zimmer per WLAN ins Heimnetz einzubinden.

Das Tool Inssider entlarvt Stör-WLANs auf einen Blick
Das Tool Inssider entlarvt Stör-WLANs auf einen Blick

8. Wenn das WiFi nicht ins Rennen kommt: Gehen Sie Stör-WLANs aus dem Weg

Das Problem: Plötzlich haben Sie Tempo-Probleme im WLAN. Die Datenraten brechen ein, Video-Streams ruckeln und auch die Reichweite des Funknetzwerkes scheint geringer zu sein.

Die Lösung: Sofern Sie nichts in der Wohnung verändert haben und auch die Position des Routers gleich geblieben ist, sind wahrscheinlich störende WLANs in der Umgebung der Grund für die Übertragungsprobleme. Dass das Problem so unvermittelt auftritt, kann daran liegen, dass mehrere Nachbarn gleichzeitig neue WLANs aufgezogen haben. Oder dass Nachbar-WLANs auf neue Funkkanäle gewechselt sind, die sich mit denen Ihres WLANs überschneiden.

Mit dem WLAN-Analyse-Tool Inssider können Sie die WLANs in der Umgebung untersuchen. Markieren Sie dazu in der linken Liste, in der alle erkannten WLANs aufgeführt sind, das Funknetzwerk, mit dem Sie verbunden sind. Im rechten Kasten sehen Sie dann die Anzahl der WLANs, die auf demselben Kanal wie Ihres funken (Co-Channel) oder deren Funkkanäle sich mit denen Ihres WLANs überlappen (Overlapping). In beiden Fällen sinkt der Durchsatz im WLAN, entweder weil WLAN-Geräte länger warten müssen, dass der Kanal für die Übertragung frei ist oder weil die gleichzeitige Übertragung eines anderen WLANs den eigenen WLAN-Transfer stört.

Suchen Sie also den Kanal, auf dem am wenigsten oder gar keine Fremd-WLANs funken und stellen Sie diesen im Router ein. In der Fritzbox legen Sie den Kanal über WLAN -> Funkkanal -> Funkkanal-Einstellungen fest.