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Windows Server 2003 kommt scheibchenweise

27.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Server-Betriebssystem Windows Server 2003 wird voraussichtlich modularer aufgebaut sein als seine Vorgänger. Als Grund nennt Microsoft, zusätzliche Komponenten künftig flexibler ausliefern zu können. Experten vermuten die wahre Ursache jedoch darin, dass einige Module des Systems bis zur geplanten Markteinführung am 24. April 2003 schlichtweg nicht fertig sind.

In der Liste der Funktionen, die im ersten halben Jahr nach der Auslieferung des Servers nachzureichenden sind, stehen zum Beispiel die Instant-Messaging-Technologie "Greenwich" (Computerwoche online berichtete), die "Group Policy Management Console", die die Verwaltung von Gruppenrichtlinien mittels Copy & Paste sowie Backup- und Restore-Funktionen vereinfachen soll, die WRMS (Windows Rights Management Services), der WSRM (Windows Systems Resource Manager) und die Windows Team Services. An Neuerungen gegenüber Windows 2000 im Basispaket bleiben unter anderem die Implementierung des .Net-Frameworks, ein überarbeiteter IIS (Internet Information Server), der im Wesentlichen Sicherheitslücken beseitigen soll, und besser zu bedienende Setup- und Konfigurationswerkzeuge.

Auf längere Sicht bringe die neue Strategie Vorteile für Microsoft, so die Marktforscher. Der Hersteller könne zum Beispiel die Markteinführungen kommender Windows-Versionen wie "Blackcomb" problemlos verschieben, indem er neue Funktionen per Update nachreiche. Durch die häufigere Veröffentlichung von Service-Packs werde außerdem der Eindruck vermieden, dass Weiterentwicklungen von Windows im Vergleich zu Linux nur schleppend vorangingen. (lex)