Vereinbarung mit EU abgelaufen

Windows ab sofort ohne Browser-Auswahlfenster

19.12.2014
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Microsoft bietet in Windows künftig kein Browser-Auswahlfenster mehr an. Weil die entsprechende Vereinbarung mit der EU-Kommission abgelaufen ist.

Das Browser-Auswahl-Fenster von Windows ist Geschichte. Die entsprechende Webseite von Microsoft liefert derzeit nur noch diesen Text: "Diese Website wurde von Microsoft gemäß einer Entscheidung der EU-Kommission im Dezember 2009 erstellt.

Geschichte: Windows kommt ab sofort ohne Browser-Auswahlfenster.
Geschichte: Windows kommt ab sofort ohne Browser-Auswahlfenster.

Die durch diese Entscheidung auferlegten Verpflichtungen sind nicht mehr gültig. Daher unterhält Microsoft diese Website nicht mehr. Microsoft empfiehlt allen Kunden, die sich über andere Webbrowser informieren oder einen anderen Browser herunterladen möchten, die Websites der entsprechenden Anbieter direkt aufzurufen." Auch an anderer Stelle erklärt Microsoft, dass die entsprechende Vereinbarung mit der EU-Kommission abgelaufen sei.

Irene Nadler, Microsoft-Pressesprecherin für den Bereich Windows, bestätigte auf unsere Nachfrage, dass die im Dezember 2009 zwischen Microsoft und der EU-Kommission getroffene Vereinbarung am 16. Dezember 2014 abgelaufen ist. Und Microsoft damit das Browser-Auswahlfenster eingestellt hat.

Hintergrund: Bessere Chancen für Konkurrenten des IE

Im Dezember 2009 hatte sich Microsoft mit der Europäischen Kommission darauf geeinigt, dass künftig Windows-Nutzer in 32 europäischen Ländern per Auswahlmechanismus selbst die Wahl darüber haben, welchen Browser sie einsetzen möchten. Diesen Auswahl-Mechanismus haben die Redmonder dann am 17. März 2010 per Windows-Update hinzugefügt. Der Windows-Anwender konnte nun frei entscheiden, welchen Browser er nutzen will. Der Internet Explorer wurde dadurch aber nicht von dem Windows-System entfernt.

Zwar konnte man auch schon vorher einen anderen Browser installieren. Doch musste sich der Anwender diesen eben selbst von der Herstellerseite wie zum Beispiel von Mozilla.org oder von einer Downloadseite wie pcwelt.de herunterladen. Nach Einführung des Browserauswahlfensters zeigte sich beispielsweise Opera sehr zufrieden mit der erleichterten Installationsmöglichkeit für einen Nicht-Microsoft-Browser. (PC Welt/mb)