Handy-Anrufe am PC annehmen

Windows 10 wird zur Telefonzentrale für Android-Smartphone

09.10.2019
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Windows 10 bekommt mit der neuesten Testversion Build 18999 eine spannende neue Funktion: Sie können jetzt Anrufe vom Android-Smartphone zum Windows-PC weiterleiten lassen und dort entgegennehmen sowie auch Anrufe vom PC aus starten.

Microsoft hat eine neue Testversion von Windows 10H1 veröffentlicht: Windows 10 Insider Preview Build 18999. Die neue Testversion für Insider-Tester des Fast-Rings bringt eine spannende Neuerung: Die Your-Phone-App (auf deutschen Windows-10-Systemen heißt die App „Ihr Smartphone“) kann nun Anrufe, die auf dem gekoppelten Android-Smartphone eingehen, auf den Windows-10-Rechner durchstellen und dort klingeln lassen.

Windows 10 kann jetzt Anrufe vom Android-Smartphone starten
Windows 10 kann jetzt Anrufe vom Android-Smartphone starten
Foto: Microsoft

Der Windows-Nutzer kann jetzt also auf dem Windows-10-PC die Anrufe des Android-Smartphones entgegennehmen und Telefonate führen. Er kann aber auch selbst vom Windows-10-Rechner aus einen Anruf starten, der dann über das Android-Smartphone geleitet wird. Dafür wählt der Windows-Nutzer entweder die gewünschte Telefonnummer über das Tastenfeld der Your-Phone-App oder er wählt einen Kontakt aus der Kontaktliste aus. Außerdem kann der Windows-10-Nutzer eingehende Anrufe mit einem Standard-Text ablehnen oder direkt zum Anrufbeantworter des Androiden weiterleiten. Zudem kann der Nutzer auf dem PC die Anruf-History einsehen. Die Anrufe werden außerdem unterbrechungslos vom Androiden zum PC übergeben, wenn Sie die Geräte wechseln.

Bisher konnten die Insider-Testversionen von Windows 10 nur Text-Nachrichten und Benachrichtigungen wiedergeben, die auf dem Android-Smartphone eingegangen sind. Die Anruf-Weiterleitung ist also eine völlig neue Funktion.

Damit diese Weiterleitung funktioniert, muss nicht nur Windows-10-Insider-Preview mit mindestens Build 18362.356 verwendet werden, sondern der Nutzer muss auch ein Android-Smartphone ab Android 7 benutzen. Und der PC muss natürlich Bluetooth unterstützen.

Microsoft weist darauf hin, dass es nötig sein könnte, den PC und das Android-Smartphone neu zu pairen, um die Anruf-Weiterleitungsfunktion nutzen zu können. Microsoft will diese Funktion zudem nach und nach an die Insider-Tester ausrollen, so dass es einige Tage dauern könnte, bis die Funktion tatsächlich verfügbar ist.

Über alle anderen Verbesserungen, Fehlerkorrekturen und noch ungelöste Probleme informiert dieser Blogbeitrag von Microsoft.

(PC-Welt)