CIO des Jahres 2009

Weitere Preisträger in der Kategorie Mittelstand

26.11.2009
Von 
Schreibt und bearbeitet Karrierethemen - in der Digitalredaktion von COMPUTERWOCHE, CIO-Magazin, ChannelPartner und Tecchannel. Ihre Schwerpunkte sind IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding, Führung und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.

Preisträger A - F

Andreas Beeres, SEAT.

Position: Leiter IT.

Branche: Automobile (Anzahl der Beschäftigten: 148).

Ein CIO ist dann erfolgreich, … wenn er Verständnis für die Business Prozesse und Ziele entwickelt und daraus eine optimale IT-Strategie entwickelt, die IT-Innovationen, Wirtschaftlichkeit und IT-Technologie im Sinne der Business Strategie optimal vereint.

Er liest gerade ... "Die Schwabenkinder".

Er ärgert sich darüber, dass zu wenige Firmen ihre IT als Wettbewerbspotenzial einsetzen.

Ein Leben ohne Blackberry ist … für mich die wahre Freiheit des 21. Jahrhunderts.

Name des wichtigsten Projektes: CRM.

Beschreibung: Ausrichtung der Kernprozesse auf die wertschöpfenden Kunden- und Interessenten- Bindungsprozesse. Ziel: Steigerung der Markenbekanntheit, Optimierung der Marktbearbeitung, Verbesserung der Konversionsraten und Steigerung der Kundenbindung.

Kernprodukte: Bestandsführende Systeme; Order Entry Systeme; Handelssysteme; Datawarehouse.

Herausforderungen: Die hohe Komplexität: alle wertschöpfenden Kernprozesse des Unternehmens waren betroffen.

IT-Umgebung: Auf Basis bestehender IT Systeme und Konzernanwendungen.

Zeitrahmen: 2 Jahre.

Bert Bloss, Heinrich-Böll-Stiftung

Position: Bereichsleiter IT und technische Dienste.

Branche: Stiftungswesen (Anzahl der Beschäftigten: 240).

Ein CIO ist dann erfolgreich, … wenn er die Gschäftsprozesse aktiv wirtschaftlich unterstützen kann.

Bert Bloss liest gerade ... 'Mängelexemplar' von Sarah Kuttner.

Er ärgert sich über: Innovationsmüdigkeit.

Ein Leben ohne Blackberry … ist für mich möglich.

Wichtigstes Projekt: Stiftungsneubau der Heinrich-Böll-Stiftung.

Projektbeschreibung: Organisatorische Vorbereitung des Neubaus durch Integration sämtlicher technischer Infrastruktur (inkl. Facility-Management, Einkauf, IT, Telefon, Kommunikation ). Einführung eines Grünen Rechenzentrums. Zusammenführung aller technisch Dienste.

IT-Umgebung: Komplette IT - Infrastruktur des Stiftungsgebäudes inkl. aller Server, PCs, Telekommunikationseinrichtungen, Netzwerk, Gebäudesteuerungsanlagen.

Besondere Herausforderungen: Der Umzug und die gleichzeitige Veränderung IT- und Kommunikationslandschaft bedeutete für die Mitarbeiter eine starke Veränderung der Arbeitsumgebung. Beim Bau des Stiftungsgebäudes wurden Konzepte auf dem Gebiet der Energieeffizienz angewandt, für die keine Erfahrungswerte vorlagen.

Projektmitarbeiter: 10.

Projektbudget: 1.180.000,- (IT-Budget allg.: 600.000,-).

Matthias Bongarth, Landesbetrieb Daten und Information

Position: Geschäftsführer.

Branche: IT-Dienstleister für das Land Rheinland-Pfalz (Anzahl der Beschäftigten: ca. 180).

Ein CIO ist dann erfolgreich, … wenn er Raum für neue Ideen und Innovationen schaffen kann. Um es mit den Worten von Max Planck zu sagen: "Wer nicht gelegentlich auch einmal kausalwidrige Dinge zu denken vermag, wird seine Wissenschaft nie um eine neue Idee bereichern können."

Herr Bongarth liest gerade ... "Die Pfeiler der Macht" von Ken Follett.

Er ärgert sich über … Inkompetenz und mangelnde Bereitschaft zur Entscheidung.

Ein Leben ohne Blackberry … ist für mich wie Käsekuchen ohne Käse - eben unvorstellbar.

Wichtigstes Projekt: IT-Zentralisierungsprojekte Rheinland-Pfalz.

Beschreibung: Zentralisierung der IT-Betriebsaufgaben und damit verbunden eine landesweite Rechenzentrums- und Serverkonsolidierung. Vorteile sind u.a. effizienter Personal- und Energieeinsatz, Qualitätsverbesserung, Kostenoptimierung sowie Erhöhung der IT-Sicherheit. Zentralisierungsprojekte wurden und werden beispielsweise für Polizei, Justiz (bundesweit einmalig)und Finanzministerium durchgeführt.

Kernprodukte: Systemlösungen aller gängigen Hersteller unter Berücksichtigung der Landesstandards bzw. des Kundenbedarfs (Individuallösungen).

IT-Umgebung: Zentrale Rechenzentrums-/ Sicherheitsinfrastruktur.

Herausforderungen: Sicherheit ist das größte strategische Thema und eine ernst zu nehmende Herausforderung. Im Infrastrukturbereich ist die Herausforderung insbesondere im Speicherumfeld.

Zahl der IT-Mitarbeiter (allg.): ca. 180.

IT-Budget allg.: 38.788 Euro.

Arno Driemeyer, Frimo

Position: Leiter IT.

Branche: Systemlieferant der Automobilzulieferindustrie (1.200 Mitarbeiter).

Ein CIO ist dann erfolgreich, wenn … er sich rasch in verschiedene Personen hineinversetzen kann und beim Blick auf die vielen Details des Tagesgeschäftes das große Ganze nicht aus den Augen verliert.

Arno Driemeyer liest gerade ... 'Buyology - Warum wir kaufen, was wir kaufen' von Martin Lindstrom.

Er ärgert sich über: Kurzfristiges Denken der Politik in Legislaturperioden und Wahlkampftaktiken.

Ein Leben ohne Blackberry … ist aktuell nicht vorstellbar, weil der MDA seinem Namen als Mobile Digital Assistant alle Ehre macht und tagtäglich den Alltag erleichert.

Wichtigstes Projekt: FRIMO-Sales.

Beschreibung: Aufbau und Einführung eines konzernweiten Vertriebsmanagement- und Steuerungssystems mit anschließender BI-Systemintegration. Verbesserung der Transparenz der vertrieblichen Unternehmenssituation. Das Wissen um Projektvergaben in den verschiedenen Zielmärkten sowie die Koordination der laufenden Vertriebsaktivitäten zwischen den verschiedenen Tochterunternehmen konnte signifikant verbessert werden.

Projektbereiche: CRM; Business Intelligence; Anwendungsentwicklung.

Kernprodukte: BI-System Qlikview; PDM-CRM System OpenEDM.

Herausforderungen: schlechte Datenqualität der Quellsysteme, abweichendende Prozesse an einzelnen Standorten, technische Umsetzung der komplexen Anforderungen, Mehrsprachigkeit und Mehrwährungsfähigkeit von GUI und Metadaten.

Projektmitarbeiter: 3 (IT-Mitarbeiter allg.: 12).

Projektbudget : 260.000 EUR (IT-Budget allg.: 2.4 Mio EUR).

Stephan Fanenbruck, HSH Nordbank Securities

Foto: HSH Nordbank

Position: Head of IT and Services.

Branche: Banking (240 Mitarbeiter).

Ein CIO ist dann erfolgreich, … wenn er sowohl technische Umsetzungen als auch strategische Geschäftsentscheidungen mit seinem Fachwissen aktiv gestaltet. Es ist wichtig, die Wertschöpfung der IT aus Sicht des Business darzustellen und nicht nur auf technische Features zu schauen.

Stephan Fanenbruck liest gerade ... Peter Bachér "Heute ist Sonntag."

Er ärgert sich, … wenn Kollegen nicht zielorientiert handeln. Und über unzureichendes "Verantwortungsgefühl/-wahrnehmung" - im Beruf wie auch privat.

Ein Leben ohne Blackberry … ist für mich genauso wie ein Leben mit Blackberry: Lebenswert!

Wichtigstes Projekt: Neues Meldewesen Luxemburg / Basel II.

Beschreibung: Konzeption, Aufbau und Deployment sowie Schaffung der täglichen Betriebsfähigkeit einer neuen IT-Architektur zur Sicherstellung der Meldefähigkeit von drei Banken.

Projektbereiche: IT-Sicherheit; Compliance; IT-Architektur; Virtualisierung.

Kernprodukte: SUN M4000 und W2K3 Server; Oracle.

IT-Umgebung: Client/Server; Middleware.

Herausforderungen: Zusammenbringen lokaler integrierter Kernbankensoftware und SAP erforderten komplexe Meldewesenarchitektur mit zahlreichen Schnittstellen. Gleichzeitige Beachtung von lokalen und deutschen rechtlichen Erfordernissen, jeweils nach HGB, Basel II, und IRFS.

Projektmitarbeiter: 8 (IT-Mitarbeiter allg.: 28).

Projektbudget: 2.400 TEUR (IT-Budget allg.: 7.400 TEUR).

Zeitrahmen: 20 Monate.