Augmented Reality

US-Armee testet Hunde mit AR-Brillen für Kampfeinsatz

12.10.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die US-Armee testet den miltärischen Einsatz von Hunden, die AR-Brillen tragen. Die Hundeführer können den Hunden auf der Brille Befehle einblenden und sehen durch eine Kamera in der Brille im Echtzeitstream das Gleiche, was auch der Hund sieht.

Die US-Armee entwickelt Augmented-Reality-Brille (AR-Brillen) für Hunde! Über die AR-Brillen sollen die Hunde Anweisungen erhalten, wie die IT-Nachrichtenseite The Verge berichtet.

US-Armee testet Hunde mit AR-Brillen für Kampfeinsatz
US-Armee testet Hunde mit AR-Brillen für Kampfeinsatz
Foto: Command Sight

Die AR-Brille für Hunde befindet sich derzeit in der Erprobung durch die US-Armee. Sollten die Experimente erfolgreich verlaufen, so könnte das den Einsatz von Hunden in der Armee grundlegend ändern. Denn viele Armeen setzen Hunde schon seit langer Zeit ein: Zum Aufspüren von Sprengsätzen, als Begleitung für Patrouillen oder auch als Meldehunde, die auf dem Schlachtfeld Nachrichten überbringen.

Bisher geben die soldatischen Hundeführer ihren vierbeinigen Kollegen ihre Anweisungen per Handsignal oder zeigen diesen die Ziele mit einem Laserpointer an. Das erfordert jedoch, dass sich der Hundeführer nahe bei seinem Hund befindet. Die Einsatzmöglichkeiten des Hundes schränkt das erheblich ein.

Trägt der Hund jedoch eine AR-Brille, kann der Hundeführer seinem Hund aus sicherer Entfernung Hinweise auf der Brille einblenden. Der Hunde kann sich also weit von seinem Führer entfernen und Einsätze absolvieren, ohne dass der Hundeführer in unmittelbarer Nähe sein muss. Die AR dient bei der Brille also zum Einblenden von Befehlen und Hinweisen. In der Brille ist ein Head-Up-Display integriert, das die Kommandos für den Hund anzeigt. Die AR-Hunde-Brille überträgt zudem das Echtzeitbild, das der Hund sieht, zum Empfangsgerät des Soldaten. Der Soldat sieht also das Gleiche, was auch sein Hund sieht.

Die derzeitigen Prototypen der AR-Hunde-Brillen entwickelt Command Sight, ein Privatunternehmen aus Seattle. Das Projekt leitet das Army Research Laboratory.Die derzeitigen Prototypen sind noch verkabelt, die finalen Versionen dagegen sollen ihre Daten kabellos übertragen. Bis diese Wireless-AR-Hundebrille aber reif für die Serienfertigung ist, dürften noch zwei Jahre vergehen.

Die AR-Hunde-Brillen wurden aus bereits erprobten Hundeschutzbrillen wie der „Rex Specs“ entwickelt. Jede dieser Brillen kann an den Hund individuell angepasst werden. (PC-Welt)