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UPDATE: Wurm Gone breitet sich rasant aus

05.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Meldungen der Antivirenspezialisten von Trend Micro zufolge hat der gestern entdeckte Mail-Wurm "W32/GonerA@mm" bereits über 100.000 Rechner infiziert. Er verbreitet sich wie der altbekannte "Loveletter" via E-Mail über Einträge im Windows-Adressbuch und ist am Betreff "Hi" sowie dem Text "How are you? When I saw this screen saver, I immediately thought about you I am in a harry, I promise you will love it!!" zu erkennen.

Als Anhang bringt er die als Bildschirmschoner getarnte Schaddatei "gone.scr" mit, die nach dem Start versucht, Programm- und Konfigurationsdateien verschiedener Virenscanner und Sicherheitsprogramme, zum Beispiel der verbreiteten Desktop-Firewall "Zonealarm", zu löschen. Zudem trägt sich der Wurm in die Autostart-Schlüssel der Windows-Registrierdatenbank ein. Außer über Mail versucht sich "Gone" auch via Instant Messaging zu verbreiten. Dazu nutzt er die Dienste "ICQ" und "mIRC".

Nachdem die Schadenswirkungen bekannt geworden sind, haben viele Antivirenhersteller die Risikoeinschätzung für den Wurm erhöht. Experten kritisieren angesichts der rasanten Verbreitung das sorglose Verhalten vieler Computerbenutzer. Bei Mails mit unbekanntem Absender sei äußerste Vorsicht angebracht, am besten solle man sie gar nicht öffnen und sofort löschen. Keinesfalls solle man jedoch mitgeschickte Dateien ausführen. Seitdem im Mai 2000 Loveletter sein Unwesen trieb, gehen Schädlinge dieser Art immer nach dem gleichen Muster vor. Erstaunlich sei, dass sie sich jedesmal wieder schnell verbreiten, obwohl die Mechanismen bekannt seien und solche Würmer auch von so genannten "Script Kiddies" mit speziellen Toolkits aus vorprogrammierten Modulen zusammengebaut werden könnten. (lex)