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Unisys bringt neue Mainframes

24.04.2001
Unisys hat in seine "Clearpath"-Familie zwei neue Mainframe-Rechner mit 32 Prozessoren aufgenommen. Beide Systeme nutzen die hauseigene CMP-Architektur (Cellular Multiprocessing) - einmal mit CMOS, einmal mit Intel-CPUs.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Unisys hat im Rahmen seiner "Clearpath"-Familie zwei neue Mainframe-Rechner mit 32 Prozessoren vorgestellt. Beide Systeme nutzen die hauseigene CMP-Architektur (Cellular Multiprocessing).

Der "CS7802" arbeitet mit proprietären CMOS-CPUs und läuft unter dem proprietären Betriebssystem "OS2200". Der "CS7101" hingegen ist mit Intel-Prozessoren bestückt und nutzt parallel das Unisys-System "MCP" und Windows 2000. Mit beiden Maschinen zielt der Hersteller laut Marketing-Vice-President Kevin McHugh vornehmlich auf Altkunden der genannten Legacy-Betriebssysteme, um diese von der Abwanderung zur Konkurrenz - etwa IBM mit seinen "zServern" - abzuhalten. Neben der CMP-Technik nennt McHugh neue Funktionen wie Partitionierung und CoD (Capacity on Demand) als wichtigste Vorteile der neuen Systeme. Zudem könnten Anwender beim CS 7101 "Anwendungen zwischen MCP und Windows 2000 hin- und herschieben". Dies stellte der Marketing-Mann auch für OS2200 in Aussicht, sobald dies vollständig auf die Intel-Architektur portiert sei.

CMP wurde erstmals im vergangenen Jahr in Unisys´ Intel-Server "ES7000" eingeführt. Die Technik nutzt Level-3-Cache, um bis auf 32 Wege zu skalieren. Intel selbst ist mit seinem "Profusion"-Chipsatz noch nicht über acht Prozessoren hinausgekommen.