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Tsunamis HiveCreator jetzt auch für Linux

16.03.2004

Die Softwareschmiede Tsunami Research hat die neue Version 2.0 ihrer speziellen Clustering-Software "HiveCreator" angekündigt. Diese unterstützt jetzt auch Linux (Kernel 2.4) und ist bereits zertifiziert für Red Hat 8.0, weitere Derivate sollen folgen. Tsunami wurde vor etwa zwei Jahren von Entwicklern gegründet, die zuvor hochverfügbare Systeme für Finanzdienstleister gebaut hatten. Diese kamen zu dem Schluss, es bedürfe eines neuen Clustering-Paradigmas.

Superzuverlässige Hard- und Softwarekomponenten zu bauen sei letztlich sinnlos, weil auch diese irgendwann versagen, wie gut sie auch immer sein mögen. Als Alternative ersannen sie den "Hive" (der Name wurde von den Startrek-Borg entlehnt), gesteuert von einer Art "Über-Betriebssystem", das mehrere Server und deren Workloads steuert. Und zwar mit "Zeitgefühl" - in Finanzsystemen und Fault-Tolerant-Netzen immer, in HPC-Linux-Cluster nur selten anzutreffen. Jeder Knoten im Hive "weiß" stets, welche Transaktionen ablaufen und (noch wichtiger) falls sie nicht ablaufen, um nötigenfalls einzuspringen.

Tsunami hat nach eigenen Angaben zudem Selbstheilungs-Features für Anwendungen und Netze sowie einen Abstraction Layer für Applikationen entwickelt, um C/C++- und Java-Entwickler von den unter dem Hive liegenden Plattformen zumindest teilweise abzukoppeln. Die C(++)-Compiler gibt es für Windows und Unix. HiveCreator 1.0 unterstützte bereits Windows 2000/XP und FreeBSD 4.7/4.8. Inzwischen läuft die Zertifizierung für Windows Server 2003, außerdem gibt es Überlegungen in Richtung einer Anpassung an die großen kommerziellen Unixe (AIX, HP-UX, Solaris). HiveCreator kostet 2000 Dollar pro CPU mit signifikanten Mengenrabatten. (tc)