Speicher im Netz (Teil 3)

Speichernetz mit iSCSI einfach realisieren

12.05.2010
Von Mona Moser
Schneller auf den Speicher im Netz zugreifen, ohne gleich in Fibre Channel zu investieren? Dann könnte iSCSI für Sie eine Alternative sein.
Mit iSCSI können Speicher im Netz wie lokale Festplatten angesprochen werden.
Mit iSCSI können Speicher im Netz wie lokale Festplatten angesprochen werden.

Die blockbasierende Datenübertragung via iSCSI erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Wer die technischen und finanziellen Hürden einer Fibre-Channel-Lösung scheut, dem bietet das iSCSI-Protokoll eine pragmatische Speichernetz-Alternative.

Was ist iSCSI?

iSCSI oder Internet SCSI ist ein standardisiertes Protokoll zur blockbasierenden Datenübertragung via Ethernet und bietet damit ein Verfahren, das die Nutzung des SCSI-Protokolls über TCP/IP ermöglicht (SCSI over IP). Das iSCSI-Protokoll kann mit vielen SCSI-Geräten kommunizieren, wird aber bevorzugt eingesetzt, um Servern den Zugriff auf Datenträger in Speichersystemen zu ermöglichen. Das Protokoll sendet auf Blockbasis und erstellt hierzu eine virtuelle Punkt-zu-Punkt-Verbindung. So ist iSCSI schneller als die File-basierende Übertragung via CIFS oder NFS

Aufbau eines iSCSI-Netzes

Vereinfacht dargestellt, enthält ein iSCSI-Netz mehrere Clients, Server und ein Speichersystem. Anders als Fibre Channel, das eine spezielle aktive und passive Infrastruktur benötigt, kann iSCSI über bestehende IP und Switch-Infrastruktur transportiert werden.

Der Client-PC, der innerhalb des Systems die Verbindung zu den gespeicherten Daten herstellen möchte, wird als iSCSI-Initiator bezeichnet. Zur Nutzung des iSCSI-Protokolls benötigt der Client oder Server einen software- oder hardwarebasierenden iSCSI-Initiator. Er übernimmt den Part, den bei einem PC normalerweise der SCSI-Bus-Adapter ausfüllt, nur dass statt der physischen Verkabelung der SCSI-Geräte die Befehle bei iSCSI über TCP/IP übermittelt werden.

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