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SP1 für Windows XP kommt am 9. September

02.09.2002
Das Service Pack 1 für Windows XP erscheint am 9. September und bietet neben Bugfixes die Unterstützung neuer Geräte sowie die Möglichkeit, Middleware individuell zu konfigurieren.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft will das erste Service Pack (SP1) für Windows XP ab dem 9. September zum Download bereitstellen. Das Betriebssystem-Update soll neben Fehlerbereinigungen auch erweiterte Sicherheitsfunktionen bieten und neue Geräte wie zum Beispiel Tablet PCs (Computerwoche online berichtete) und so genannte Windows Media Center PCs unterstützen. Über die die tragbaren Rechner lassen sich Multimediafunktionen von XP-PCs fernsteuern. Zudem bringt das Service Pack die Unterstützung für USB 2.0 (Universal Serial Bus) und das .Net-Framework, mit dem sich .Net-Anwendungen betreiben lassen.

Mit dem SP1 will Microsoft außerdem zentrale Punkte der im US-Kartellverfahren getroffenen Vergleichsvereinbarungen umsetzen. So verspricht der Hersteller, dass sich nun Middleware wie Browser, E-Mail-Programm oder Multimedia-Player individuell konfigurieren lässt. Zum Beispiel soll sich der Internet Explorer vom Rechner verbannen und stattdessen Mozilla, Netscape oder Opera als Standardbrowser festlegen lassen. Auch der Windows Messenger soll sich deaktivieren lassen. Tests mit Betaversionen des Service Packs haben allerdings gezeigt, dass lediglich die Verknüpfungen vom Desktop und der Schnellstartleiste zu den betreffenden Programmen gelöscht werden. Die Anwendungen selbst bleiben auf der Festplatte.

Laut Microsoft werden Anti-Piracy-Funktionen raubkopierte Windows-XP-Versionen enttarnen. Wie der Hersteller informiert, wird das Service Pack bei der Einrichtung illegale Produktschlüssel erkennen. Auf betreffende Systeme breche die Installation ab. Außerdem werden Funktionen wie das automatische Update stillgelegt. Wurde die Produktaktivierung mit anderen Methoden ausgehebelt, dann soll das SP1 die Manipulationen rückgängig machen (Computerwoche online berichtete). (lex)