Imageproblem

Sony Ericsson lässt Nokia alt aussehen

21.08.2008
Von pte pte
In der Gruppe der Unter-30-Jährigen verdrängt Sony Ericsson den ehemals uneingeschränkten Spitzenreiter Nokia von der Rangliste der beliebtesten Handymarken.

Zu diesem Fazit gelangt die "Handymarkt Timescout Jugendstudie" des Marketingspezialisten und Marktforschers T-Factory. Demnach konnte sich im Vorjahresverlauf Sony Ericsson, sowohl was die Nutzung als auch die Sympathiewerte anbelangt, nach und nach an Nokia herantasten. Als Hauptursache für diese Marktverschiebung führen die Insider die im Januar dieses Jahres seitens des finnischen Unternehmens verlautbarte Schließung des Nokia-Werks in Bochum an. "Sony Ericsson hat sich in der letzten Zeit marketingtechnisch deutlich besser positioniert. Vor allem konnte man sich durch ein ausgeklügeltes Jugendkultur-Sponsoring besser in Szene setzen, sodass Nokia vor allem bei den Jüngeren nun aufpassen muss, den Anschluss nicht zu verlieren", sagt T-Factory-Sprecher Philipp Ikrath gegenüber pressetext.

Der Erhebung nach setzten sich die imagebedingten Verluste für Nokia und die resultierenden Zugewinne für Sony Ericsson aus 2007 nun auch im ersten Geschäftshalbjahr fort. Dies lässt T-Factory darauf schließen, dass auch produkt- und kommunikationspolitische Gründe ausschlaggebend sein dürften. Wie die Untersuchung zeigt, gelang es Sony Ericsson bei den Handynutzerzahlen in nur zwei Jahren, den Anteil um 15 Prozent kontinuierlich zu erhöhen. Parallel zu dieser Wachstumsentwicklung verloren die Finnen hingegen rund fünf Prozent bei den jüngeren Konsumenten. Trotz der Zugewinne und Verluste spielen beide Hersteller nach wie vor in der gleichen Liga. Marktkonkurrenten wie Samsung, Motorola oder LG liegen bei stagnierenden Marktanteilen hingegen weiterhin außer Reichweite. Ähnlich der Entwicklung bei den Handynutzerzahlen gestaltet sich auch die Lage hinsichtlich der Markensympathie.

Inhalt dieses Artikels